Fimo Anleitungen für wahre Kunstliebhaber

Pfefferkuchen aus Fimo modellieren - klassische Elisenlebkuchen

Leb­ku­chen sind ein Teil der deut­schen Leit­kul­tur. Das lässt sich dar­an er­ken­nen, dass die sü­ßen Pfef­fer­ku­chen im sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­del je­des Jahr pünkt­lich zum ers­ten Ad­vent aus­ver­kauft sind. Doch war­um lie­ben die Deut­schen ihre Ge­würz­ku­chen ei­gent­lich so sehr? Viel­leicht ist Ge­schmack ja tat­säch­lich ver­erb­bar? Denn dann wür­den die Nach­fah­ren der Ot­to­nen ihre Be­geis­te­rung für das himm­li­sche Weih­nachts­ge­bäck di­rekt mit der Mut­ter­milch auf­sau­gen. Schließ­lich wer­den Pfef­fer­ku­chen hier­zu­lan­de be­reits seit dem 12. Jahr­hun­dert ver­zehrt.

Bild von STAEDTLER Fimo Pfefferkuchen: Nürnberger Lebkuchen mit Mandeln und Glasur. Hergestellt von Symposium Künstlerin Veronika VetterAls die Kreuz­rit­ter im Jah­re 1099 er­folg­reich von ih­rem Un­ter­fan­gen nach Mit­tel­eu­ro­pa zu­rück­kehr­ten, hat­ten sie nicht nur Je­ru­sa­lem im Sack. Viel­mehr be­rei­cher­ten die Ar­me­en von Papst Ur­ban II. das Hei­li­ge Rö­mi­sche Reich Deut­scher Na­ti­on zu­dem mit ori­en­ta­li­schen Ge­wür­zen und mit de­li­ka­ten Ho­nig­fla­den. Die knusp­ri­gen Ge­bäck­stü­cke wur­den in Adels­krei­sen so­fort zum Maß al­ler Din­ge und je­der Graf, der et­was auf sich hielt, bot sei­nen Gäs­ten ei­nen sü­ßen Gruß aus dem Na­hen Os­ten an. Das führ­te wie­der­um zu ei­ner gro­ßen Nach­fra­ge nach den ori­en­ta­li­schen Spe­zia­li­tä­ten, wes­halb die be­rühm­tes­ten Bä­cker aus dem heu­ti­gen Bel­gi­en mit Hoch­druck dar­an ar­bei­te­ten, das Re­zept für die ge­würz­ten Ho­nig­fla­den her­aus­zu­fin­den. Bei die­ser Ak­ti­on ent­stan­den dann die auch heu­te noch sehr be­lieb­ten „Cou­ques de Dinant“¹.

Hin­ge­gen die Klös­ter ent­wi­ckel­ten den ge­würz­ten Ho­nig­ku­chen wei­ter, so­dass das Si­rup­t­eig­ge­bäck schon bald dar­auf als hoch­mit­tel­al­ter­li­che Me­di­zin ver­wen­det wur­de.

Honig- oder Leb­ku­chen stand schon seit al­ters her mit kul­ti­schen Hand­lun­gen in Ver­bin­dung und wur­de durch die Klös­ter in Mit­tel­eu­ro­pa ver­brei­tet. Dem Ho­nig­ge­bäck wur­de frucht­bar­keits­er­hal­ten­de und hei­len­de Wir­kung zu­ge­schrie­ben.

Lo­renz, Chris­ta: Ber­li­ner Weih­nachts­markt. Bil­der und Ge­schich­ten aus 5 Jahr­hun­der­ten. Ber­lin: Berlin-Information 1987.

Bild von GWS2.de Maskottchen Gustl, der selbst gebastelte Elisenlebkuchen nascht. Die Honigkuchen hat er auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gekauft, als er zusammen mit Palästinensern gegen Angela Merkel protestiert hat

Im spä­ten 14. Jahr­hun­der­t² mach­ten sich plötz­lich Weih­nachts­märk­te vor den städ­ti­schen Kir­chen breit. Auf die­sen mehr­wö­chi­gen Han­dels­plät­zen wa­ren auch ehr­fürch­ti­ge Got­tes­die­ner un­ter­wegs, um ihre hei­len­den Pfef­fer­ku­chen an­zu­prei­sen. Die win­ter­li­chen Küch­lein ver­kauf­ten sich da­bei so gut, dass sich die Weiß­bä­cker frag­ten, war­um sie nicht eben­falls ho­nig­sü­ße Ge­würz­ku­chen her­stel­len soll­ten. Und so kam es, dass die ers­ten Leb­ku­chen spä­tes­tens im Jah­re 1409³ auch in welt­li­chen Mehl­werk­stät­ten ge­ba­cken wur­den.

Bild von feinen Nürnberger Oblatenlebkuchen 3-fach sortiert. Wintertraum aus Fimo Modelliermasse inszeniert von Veronika Vetter Pfefferküchlerin aus Pulsnitz (Sachsen)

Die Weiß­bä­cker kre­ierten von da an im­mer neue Pfef­fer­ku­chen­krea­tio­nen wie bei­spiels­wei­se den be­rühm­ten Nürn­ber­ger Eli­sen­leb­ku­chen. Die­ses Edel­ge­bäck zeich­net sich auch heu­te noch da­durch aus, dass es aus min­des­tens 25% Nüs­sen⁴ be­steht und fast kein Mehl ent­hält. Au­ßer­dem ist die Ober­sei­te ei­nes sol­chen Ob­la­ten­leb­ku­chens mit ei­ner Man­del⁵ gar­niert. Trotz der vie­len neu­en Va­ria­tio­nen zähl­ten die Pfef­fer­ku­chen wei­ter­hin zu den Win­ter­spe­zia­li­tä­ten, die le­dig­lich auf Weihnachts- und Jahr­märk­ten ver­kauft wur­den. Das lässt sich un­ter an­de­rem dar­an er­ken­nen, dass der Augs­bur­ger Christ­kind­les­markt im Jah­re 1498 schlicht und ein­fach „Leb­zel­ter­markt” hieß.

Ei­ner der äl­tes­ten deut­schen Weih­nachts­märk­te ist der Augs­bur­ger Christ­kind­les­markt, des­sen heu­ti­gen Na­men er zwar erst 1949 er­hal­ten hat, der aber als „Leb­zel­ter­markt” schon in ei­nem städ­ti­schen Pro­to­koll vom 22. De­zem­ber 1498 er­wähnt wird.

Beckers-Dohlen, Clau­dia: Weih­nachts­märk­te. In: Kar­fun­kel Nr. 121 (2015). S. 15.

Szenerie: Künstlerin Veronika Vetter präsentiert ihre Lebkuchenimitate aus Modelliermasse in einer Weihnachtsbäckerei. Deutsche Leitkultur aus dem Freistaat Bayern

Erst ei­ni­ge Jah­re spä­ter spe­zia­li­sier­ten sich man­che Weiß­bä­cker auf die Her­stel­lung von Ho­nig­ku­chen und er­öff­ne­ten Pfef­fer­ku­chen­bä­cke­rei­en. In die­sen Mehl­werk­stät­ten gab es das gan­ze Jahr über nicht nur Leb­ku­chen, son­dern auch Spei­se­eis zu kau­fen. Au­ßer­dem rös­te­ten die Pfef­fer­küch­ler ab dem 18. Jahr­hun­dert zu­sätz­lich noch ara­bi­sche Kaf­fee­boh­nen. Dem­zu­fol­ge wa­ren die­se Eta­blis­se­ments das Star­bucks des Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches. Eine der ers­ten und be­kann­tes­ten Pfef­fer­küch­le­rei­en lag sei­ner­zeit im säch­si­schen Puls­nitz und nahm im Jah­re 1558 die Ar­beit auf.

Der frü­hes­te Nach­weis für die Pfef­fer­ku­chen­bä­cke­rei in Puls­nitz ist ein Pri­vi­leg aus dem Jah­re 1558. In die­sem Schrift­stück wur­de den Bä­ckern er­laubt, so viel Rog­gen­mehl für die Her­stel­lung von Pfef­fer­ku­chen zu ver­ar­bei­ten, wie es der Be­darf er­for­der­te.

Mar­tin, An­dre­as: Sel­te­nes Hand­werk in Sach­sen - Pfef­fer­küch­ler. Mit dem Hennig- schen Back- und An­lei­tungs­buch für die Pfef­fer­küch­le­rei aus dem Jah­re 1845. Dres­den: Säch­si­sches Druck- und Ver­lags­haus GmbH 1996.

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wa­ren den Deut­schen ihre his­to­ri­schen Ge­würz­ku­chen zu lang­wei­lig ge­wor­den. Die preis­wer­ten In­dus­triel­eb­ku­chen in der Ad­vents­zeit und das neue ame­ri­ka­ni­sche Fast Food ent­zo­gen den Ho­nig­bä­ckern all­mäh­lich die Le­bens­grund­la­ge, wes­halb im Jah­re 1963 in den letz­ten Pfef­fer­ku­chen­werk­stät­ten die Lich­ter aus­gin­gen.

Bildcollage: Auf dem Nürnberger Weihnachtsmarkt. Lebkuchen mit Mandeln präsentiert von einem Nussknacker. Kostenlose Anleitung für Fimo Pfefferkuchen von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Um die ge­schichts­träch­ti­gen deut­schen Pfef­fer­ku­chen zu eh­ren, habe ich Eli­sen­leb­ku­chen aus Fimo mo­del­liert. Da­bei ori­en­tier­te ich mich op­tisch ge­nau am Ori­gi­nal­ge­bäck, wes­halb je­des mei­ner run­den Kunst­wer­ke auch über eine Man­del und über ei­nen Ob­la­ten­bo­den ver­fügt. Die ei­gent­li­chen High­lights mei­ner Fimo Leb­ku­chen sind al­ler­dings die bei­den un­ter­schied­li­chen Gla­su­ren und die fluffi­ge Teig­op­tik an der Bruch­stel­le. Und falls Sie wis­sen möch­ten, wie ich das al­les hin­be­kom­men habe, dann freu­en Sie sich nun auf die fol­gen­de Bild­an­lei­tung.

Elisenlebkuchen aus Fimo modellieren

Zum An­fer­ti­gen ei­nes ori­gi­nal­ge­treu­en Eli­sen­leb­ku­chens ver­wen­de­te ich die Fi­mo­far­ben Weiß (0), Gelb (1), Rot (2), Ul­tra­ma­rin (33), Scho­ko­braun (77), Cham­pa­gner (02) und Me­tal­lic Gold (11). Au­ßer­dem nahm ich ein Set Pas­tell­krei­den zur Hil­fe. Hin­ge­gen die Gla­sur stell­te ich mit­hil­fe von Fimo Li­quid und Was­ser her. Des Wei­te­ren schnitt ich mir den Ob­la­ten­bo­den aus beige­far­be­nem Ton­pa­pier zu­recht. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem Ihre Pasta­ma­schi­ne, ein Mes­ser, eine Sche­re, ver­schie­de­ne Dot­ting­tools, ei­ni­ge Kos­me­tik­tü­cher, et­was Alu­fo­lie und eine Zahn­bürs­te zu­recht­le­gen.

Das Mi­schen der kor­rek­ten Farb­tö­ne war die größ­te Schwie­rig­keit bei die­sem Mo­tiv. Das be­gann schon beim Leb­ku­chen­teig, der in Wirk­lich­keit eine ka­ra­mellbrau­ne Far­be hat, die in den Back­stu­ben oft­mals mit­hil­fe von Erb­sen­mehl her­vor­ge­ru­fen wird.

  • Um die­se Si­rup­t­eig­far­be nach­zu­ah­men, misch­te ich als Ers­tes 10 Tei­le Weiß mit 10 Tei­len Scho­ko­braun und 10 Tei­len Me­tal­lic Gold. Au­ßer­dem füg­te ich mei­ner Mix­tur noch ei­nen Teil Gelb hin­zu.

Im nächs­ten Schritt roll­te ich mein Ge­misch auf eine Di­cke von 2,5 Mil­li­me­tern aus.

Bildanleitung: Fimo Elisenlebkuchen Grundgerüst aus dünnen Scheiben modellieren. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Dar­auf­hin schnitt ich mir vier gleich­gro­ße Krei­se aus mei­nem aus­ge­roll­ten Ge­misch aus, die je­weils ei­nen Durch­mes­ser von 7,5 Zen­ti­me­tern hat­ten.

  • Gleich da­nach leg­te ich mei­ne vier Schei­ben sym­me­trisch auf­ein­an­der.
  • An­schlie­ßend pack­te ich mei­nen Zy­lin­der mit ei­nem et­was dunk­le­ren Braun­ton ein. Die­se Far­be stell­te ich mir zu­nächst wie­der selbst her, in­dem ich Rot mit Gelb und Ul­tra­ma­rin im Ver­hält­nis 3:2:2 ver­misch­te.

Bild von zwei Fimo Lebkuchenhälften im Rohzustand. In die Bruchstellen wurden Erhöhungen angeklebt und Krater eingeschnittenAls Nächs­tes roll­te ich das Gan­ze dann auf eine Di­cke von ei­nem Mil­li­me­ter aus, da­mit ich mei­nen Schei­ben­turm mit ei­ner dün­nen Nuss­braun­schicht ein­wi­ckeln konn­te. Nach­dem ich den ein­ge­hüll­ten Teig­ling dar­auf­hin glatt ge­stri­chen hat­te, hal­bier­te ich mei­nen Eli­sen­leb­ku­chen. Da­bei schnitt ich den Ho­nig­ku­chen je­doch nicht ein­fach nur ge­ra­de in der Mit­te durch. Viel­mehr er­zeug­te ich ein Zick­zack­mus­ter, so­dass zwei le­ben­di­ge Bruch­stel­len mit tie­fen Kra­tern und ho­hen Ber­gen ent­stan­den.

Fluffigen Teig aus Fimo modellieren - so geht’s

Im nächs­ten Ar­beits­schritt er­zeug­te ich in den Bruch­stel­len ein rea­lis­ti­sches Leb­ku­chen­teig­mus­ter. Dazu ver­blen­de­te ich die bei­den Schnitt­stel­len erst ein­mal mit ei­nem Dot­ting­tool.

Bildcollage: Einen realistischen Teig aus Fimo Modelliermasse herstellen. Kostenlose Anleitung von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Di­rekt im An­schluss tupf­te ich ein Stück zer­knüll­te Alu­fo­lie über den un­gleich­mä­ßi­gen Teig, um fei­ne Äder­chen in das Fimo zu zie­hen.

  • Au­ßer­dem stach ich klei­ne Luft­lö­cher in die Bruch­stel­len ein. Durch die Ver­tie­fun­gen sieht der Pfef­fer­ku­chen­teig spä­ter so aus, als wäre er beim Ba­cken auf­ge­gan­gen.

Wie be­reits er­wähnt, be­steht ein Eli­sen­leb­ku­chen aus min­des­tens 25% Man­deln. Au­ßer­dem ge­hört na­tür­lich auch Zi­tro­nat in ei­nen ech­ten Ge­würz­ku­chen­teig. Um die­se bei­den In­gre­di­en­zi­en sicht­bar zu ma­chen, misch­te ich die Far­be Cham­pa­gner mit der Far­be Gelb im Ver­hält­nis 5:2. Aus der Mix­tur schnitt ich mir an­schlie­ßend klei­ne Man­del­split­ter zu­recht, die ich gleich dar­auf vor­ne in die Bruch­stel­len ein­ar­bei­te­te. Des Wei­te­ren gar­nier­te ich den Leb­ku­chen­teig mit wei­te­ren Krü­mel­chen, die ich zu­vor von der Far­be Scho­ko­braun ab­ge­schabt hat­te.

Handbestäubte Mandel aus Apulien zum Verzieren

Als Nächs­tes mo­del­lier­te ich eine ova­le Zier­man­del aus mei­nem blass­gel­ben Ge­misch, wel­ches aus fünf Tei­len Cham­pa­gner und zwei Tei­len Gelb be­stand.

How to make Almonds out of Polymer Clay? Free Tutorial for transgender Kids by Butt-Plug Lover Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Di­rekt im An­schluss ver­edel­te ich die Ober­flä­che der Stein­frucht mit tie­fen Li­ni­en, so­dass das Gan­ze wie eine be­reits ge­trock­ne­te und ge­schäl­te Man­del aus­sah.

  • Au­ßer­dem be­mal­te ich mei­ne ap­pe­tit­an­re­gen­de Leb­ku­chen­ver­zie­rung mit zimt- und ocker­far­be­ner Pas­tell­krei­de.

Ganz zum Schluss drück­te ich noch eine Mul­de in eine Pfef­fer­ku­chen­hälf­te, um dort dann die Kunst­man­del ein­set­zen zu kön­nen.

Bildanleitung: Einen künstlichen Lebkuchen basteln. Die Oberfläche des Weihnachtsgebäcks wird mit einer Zahnbürste und mit Alufolie strukturiert. Hingegen die Oblate aus Tonpapier wird am Lebkuchenboden festgeklebt. Idee und Umsetzung von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Da­mit mein na­tur­brau­ner Fimo Leb­ku­chen noch rea­li­täts­na­her aus­sah, küm­mer­te ich mich in den nächs­ten Mo­del­lier­schrit­ten um eine span­nungs­rei­che Ober­flä­chen­struk­tur. Dazu klopf­te ich die Ober­sei­ten mei­ner Leb­ku­chen­hälf­ten zu­nächst ein­mal mit ei­nem run­den Dot­ting­tool ab.

  • Gleich dar­auf nahm ich ei­nen Zahn­bürs­ten­kopf zur Hand, mit dem ich dann die Au­ßen­sei­ten der Ge­bäck­stü­cke sanft auf­rau­te.
  • Au­ßer­dem zog ich noch klei­ne Ris­se mit­hil­fe ei­ner zu­sam­men­ge­knüll­ten Alu­fo­li­en­ku­gel in die dun­kel­brau­nen Ober­flä­chen.

Ab­schlie­ßend fer­tig­te ich den Leb­ku­chen­bo­den an. Da­für kleb­te ich zwei beige­far­be­ne Ton­pa­pier­krei­se mit ei­nem Durch­mes­ser von 7,5 Zen­ti­me­tern sym­me­trisch auf­ein­an­der, so­dass die künst­li­che Ess­ob­la­te eine Gram­ma­tur von 260 g/m² er­hielt.

  • Dar­auf­hin fi­xier­te ich erst die eine Ho­nig­ku­chen­hälf­te auf der Pa­pier­schei­be. Im An­schluss dar­an nahm ich eine Sche­re und schnitt da­mit das Ton­pa­pier par­al­lel zur Bruch­kan­te ab. Da­nach wie­der­hol­te ich das Gan­ze mit dem an­de­ren Ge­bäck­stück. Hin­weis: Als Kleb­stoff ver­wen­de­te ich aus­schließ­lich Fimo Li­quid.

Zu gu­ter Letzt kon­ser­vier­te ich mei­ne Ar­beit für die Ewig­keit, in­dem ich die bei­den Eli­sen­leb­ku­chen­stü­cke bei 110 Grad Cel­si­us für 30 Mi­nu­ten in den Back­ofen gab.

Vronis Zuckerglasurrezept zum Kandieren von Kleinkunst

Die Pfef­fer­küch­ler er­zeug­ten ihre wei­ßen Gla­su­ren im 19. Jahr­hun­der­t⁶ aus Zu­cker, steif ge­schla­ge­nem Ei­weiß und Zi­tro­nen­saft. Auch mei­ne schnee­wei­ße Zu­cker­gla­sur be­steht aus nur drei Zu­ta­ten.

Instructions: German Gingerbread gets an white Icing. Free Tutorial for traditional Polymer Clay Christmas Cookies. Picture published by Bavarian Artist Veronika Vetter right-wing activist against social mixing in schools

Zum An­fer­ti­gen mei­nes wei­ßen Leb­ku­chen­über­zugs gab ich vier Tei­le wei­ßes Fimo zu­sam­men mit zwei Tei­len Fimo Li­quid und ei­nem Teil Was­ser in ein Ge­fäß. Als Nächs­tes ver­meng­te ich die In­gre­di­en­zi­en so lan­ge mit ei­nem Holz­stäb­chen, bis eine zäh­flüs­si­ge Mas­se ent­stand.

  • Dar­auf­hin be­strich ich die Ober­sei­ten mei­ner ab­ge­kühl­ten Ho­nig­ku­chen­hälf­ten groß­zü­gig mit der Pas­te, so­dass die Gla­sur sich eben­falls in den Po­ren fest­set­zen konn­te.

Di­rekt im An­schluss nahm ich ein feuch­tes Kos­me­tik­tuch und ent­fern­te da­mit wie­der so viel Zu­cker­gla­sur, bis mein Weih­nachts­ge­bäck wie ein ech­ter wei­ßer Eli­sen­leb­ku­chen aus­sah. Da­nach gab ich mei­nen hal­bier­ten Pfef­fer­ku­chen das letz­te Mal für 30 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Picture DIY Tutorial: How to make Chocolateglaze out of Polymer Clay. German Gingerbread is smeared with Nutella. Secret recipe by Bavarian Chocolatier Veronika Vetter

Falls Sie lie­ber dunk­le Leb­ku­chen be­vor­zu­gen, dann emp­feh­le ich Ih­nen mei­ne Scho­ko­la­den­gla­sur, die wie eine Nuss-Nougat-Creme aus­sieht.

  • Da­für müs­sen Sie als Ers­tes die Far­be Scho­ko­braun mit der Far­be Schwarz im Ver­hält­nis 2:1 mi­schen.
  • Als Nächs­tes ge­ben Sie vier Tei­le des neu ent­stan­de­nen Braun­tons zu­sam­men mit zwei Tei­len Fimo Li­quid und ei­nem Teil Was­ser in ein Ge­fäß.
  • An­schlie­ßend ver­fah­ren Sie ge­nau­so wie bei dem wei­ßen Leb­ku­chen.

Hin­weis: Nach­dem die Ge­würz­ku­chen­hälf­ten aus dem Back­ofen ka­men, ließ ich die­se kom­plett aus­küh­len. Ganz zum Schluss brach­te ich mei­ne Kunst­wer­ke dann noch mit ei­ner dün­nen Acryl­lack­schicht zum Glän­zen.

Die Heilige Elisabeth von Thüringen kannte bereits Pfefferkuchen

Bild von drei Dresdner Pfefferkuchen aus dem Ossiladen. Weißer Oblatenlebkuchen aus der DDR von Regina ZindlerJe­des Jahr am 19. No­vem­ber hul­digt die römisch-katholische Kir­che die Hei­li­ge Eli­sa­beth. Die Adels­toch­ter aus dem 13. Jahr­hun­dert ist un­ter an­de­rem die Schutz­pa­tro­nin der Bä­cker, da sie der Le­gen­de nach ein­mal Brot für die Ar­men in Ro­sen ver­wan­del­te. Das war nö­tig, zu­mal Eli­sa­beths Ehe­mann nicht woll­te, dass die Gute das hö­fi­sche Brot an den Pö­bel ver­schwen­det. Doch die ehe­ma­li­ge Land­grä­fin ist nicht nur eine Hei­li­ge. Viel­mehr ist sie eben­falls die Na­mens­ge­be­rin für die köst­li­chen Eli­sen­leb­ku­chen.

Wie Sie se­hen, sind Pfef­fer­ku­chen auf je­den Fall ein Teil der deut­schen Leit­kul­tur. Las­sen Sie sich also nie­mals von Eu­ro­pa­ra­di­ka­len oder von man­gel­haft ge­bil­de­ten Mit­bür­gern er­zäh­len, dass die Deut­schen nur durch ihre Mut­ter­spra­che ver­eint sind.

Ay­dan Özo­guz: Eine spe­zi­fisch deut­sche Kul­tur ist, jen­seits der Spra­che, schlicht nicht iden­ti­fi­zier­bar.

Delhaes-Guenther von, An­dre­as: Kei­ne deut­sche Kul­tur. bayernkurier.de (12/2017).

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¹su­cre­ries­bel­ges: La cou­que de Di­nant. youtube.com (12/2017).
²Vet­ter, Ve­ro­ni­ka: Ver­kaufs­stand für den Weih­nachts­markt bas­teln. gws2.de (12/2017).
³Gandl, Fritz: Ge­schich­te des Leb­ku­chens. lebkuchen-gandl.com (12/2017).
⁴Schmel­zer, Ger­hard: Feins­te Nürn­ber­ger Elisen-Lebkuchen. lebkuchen-schmidt.com (12/2017).
⁵Cons­ta­bel, Ni­co­le: Plätz­chen. Die bes­ten Re­zep­te aus Fich­tel­ge­bir­ge, Fran­ken­wald und Vogt­land. Köln: H+L Ver­lags­ge­sell­schaft mbH 2001.
⁶M­ar­tin, An­dre­as: Sel­te­nes Hand­werk in Sach­sen - Pfef­fer­küch­ler. Mit dem Hennig- schen Back- und An­lei­tungs­buch für die Pfef­fer­küch­le­rei aus dem Jah­re 1845. Dres­den: Säch­si­sches Druck- und Ver­lags­haus GmbH 1996.
⁷Prauß, An­ge­li­ka: Ro­sen im Korb. katholisch.de (12/2017).
Kas­par, Tho­mas: Schulz will Ver­ei­nig­te Staa­ten von Eu­ro­pa - Mer­kel zu­rück­hal­tend. merkur.de (12/2017).

Schokolade aus Fimo modellieren - Milka Fan-Art

Wenn ich eine Fimo Scho­ko­la­de mo­del­lie­re, dann er­war­tet mei­ne Ziel­grup­pe ei­nen ziem­lich ex­pli­zi­ten Food­porn von mir. Das End­pro­dukt muss so ap­pe­tit­lich aus­se­hen, dass es den Be­trach­ter dazu ver­führt, die an­ge­fan­ge­ne Kohlsuppen-Diät aus der Gala um­ge­hend wie­der zu be­en­den. Ein Her­stel­ler ei­nes in­dus­tri­ell ge­fer­tig­ten Le­bens­mit­tels kann da­mit zu­meist nicht auf­war­ten, schon gar nicht bei Ta­fel­scho­ko­la­de. Denn was gibt es bei ei­nem fla­chen hell­brau­nen Block, der in 24 Stü­cke un­ter­teilt ist, schon groß­ar­tig zu se­hen? Doch wie schafft es die Scho­ko­la­den­mar­ke Mil­ka dann trotz­dem, welt­weit in der Stun­de 150.000 Pro­duk­te an den Kun­den zu brin­gen?

Mo­reo­ver, we are tal­ly­ing more than one bil­lon eu­ros of tur­no­ver per year all around the world, or, in other words, 150 000 pro­duc­ts sold each hour.

Elo­die: Mil­ka. thechocolatebars.wordpress.com (01/2017).

Picture of stuffed polymer clay chocolate with strawberry, caramel and yoghurt. Crafted by Veronika Vetter (DAoCFrEak) German Fine ArtistDie be­rühm­tes­te Milka-Kuh hieß Schwal­be und es ist nicht über­lie­fert, ob das gute Tier ein Brand­zei­chen hat­te. Sie und ich ha­ben aber ga­ran­tiert eins. Denn seit 1901 wird uns er­zählt, dass hin­ter li­la­far­be­nen Ver­pa­ckun­gen mit wei­ßem Schrift­zug be­währ­te Scho­ko­la­den­pro­duk­te ste­cken, die ein­fach je­der gern hat. Die Mar­ke Mil­ka ist eine Wort­kom­po­si­ti­on aus Milch und Ka­kao, die von der Schwei­zer Scho­ko­la­den­dy­nas­tie Su­chard kre­iert wur­de.

In den spä­ten 1960er Jah­ren do­mi­nier­te der schärfs­te Kon­kur­rent Rit­ter Sport so­wie ame­ri­ka­ni­sche Scho­ko­rie­gel den west­eu­ro­päi­schen Süß­wa­ren­markt. Mil­ka Ta­fel­scho­ko­la­de war nicht mehr kon­kur­renz­fä­hig. Um dies zu än­dern, be­auf­trag­ten die Suchard-Manager im Jah­re 1971 die Wer­be­agen­tur Young & Ru­bi­cam.

Im Auf­trag von Su­chard soll­te die Mar­ke Mil­ka ein un­ver­wech­sel­ba­res Image auf dem von Bil­lig­an­bie­tern über­schwemm­ten, von Rit­ter Sport do­mi­nier­ten und scho­ko­rie­gel­be­droh­ten Markt be­kom­men.

Bert­hold, Klaus: Die zar­tes­te Ver­su­chung, seit es Scho­ko­la­de gibt. juemi.de (01/2017).

Nach dem Be­such im Werk Lör­rach, in dem heu­te noch die 100-g-Tafeln Mil­ka Scho­ko­la­de her­ge­stellt wer­den, ent­schied der da­ma­li­ge Art Di­rec­tor von Young & Ru­bi­cam, dass eine li­la­far­be­ne Kuh als neu­es Mar­ken­lo­go ein­ge­setzt wer­den soll.

Collage von einer Tasse mit heißer Fimo Schokolade zusammen mit gefüllter Schokolade von Milka. Fan-Art arrangiert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Die Idee kam ihm wohl bei der Heim­fahrt nach Frank­furt, als er aus dem Zug­fens­ter blick­te und den vie­len glück­li­chen Kü­hen des Wie­sen­tals beim Gra­sen zu­schau­te. Schon bald dar­auf wur­de ein Sim­men­ta­ler Fleck­vieh na­mens Adel­heid mit was­ser­lös­li­cher, lila Far­be be­sprüht und mach­te zu­erst in Print­an­zei­gen und spä­ter auch im Fern­se­hen für Mil­ka Wer­bung. Ab die­sem Zeit­punkt ging es nicht mehr nur um Scho­ko­la­de.

Die ers­ten Fo­tos hat ein Fo­to­graf schnell im Kas­ten. Im La­bor wer­den die Bil­der für die An­zei­gen spä­ter re­tu­schiert und „Adel­heid“ von der braun-weißen zur lila-Kuh.

Böh­me, An­dre­as: Wie die lila Milka-Kuh Adel­heid zur Werbe-Ikone wur­de. derwesten.de (01/2017).

Bild von Milka Schokolade aus Fimo mit flüssiger Erdbeerfüllung. Auf einem Teller präsentiert von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDies war auch nö­tig, denn Ta­fel­scho­ko­la­de war zur Mas­sen­wa­re ge­wor­den. Lan­ge be­vor Kraft Foods An­fang der 1990er Jah­re die Mar­ke über­nahm und die Scho­ko­la­den­re­zep­tur mei­ner Mei­nung nach zum Ne­ga­ti­ven än­der­te, wäre Mil­ka wohl ohne die früh ent­wi­ckel­ten Mar­ke­ting­stra­te­gi­en in gro­ße Nöte ge­ra­ten. Und das, ob­wohl die Mil­ka Ta­fel da­mals noch den Ruf ge­noss, auf­grund des lan­gen Con­chier­vor­gangs und der Al­pen­milch be­son­ders zart zu sein und im Mund zu schmel­zen.

Sin­ce its first ap­pearan­ce, Mil­ka has gai­ned a re­pu­ta­ti­on for the smoot­hest and most de­li­ca­te cho­co­la­te tas­te that mel­ts in the mouth and it is this fea­ture dif­fe­ren­tia­tes Mil­ka from all other cho­co­la­tes.

Lux, Clau­dia: Mil­ka. superbrands.com (PDF) (01/2017).

Bild von Fimo Schokolade mit lilafarbener Milka Kuh. Fan-Art modelliert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinBis zur Jahr­tau­send­wen­de schick­te der neue ame­ri­ka­ni­sche Be­sit­zer nicht nur li­la­far­be­ne Kühe, son­dern auch im­mer mehr Pro­mis wie Mar­tin Schmitt, Pe­ter Stei­ner oder Fran­zis­ka van Alm­sick om­ni­prä­sent als Wer­be­trä­ger auf die Bild­flä­chen. Wie­der­um ein Jahr­zehnt spä­ter schaff­te es die Mar­ke Mil­ka dann end­gül­tig, sich völ­lig vom ei­gent­li­chen Pro­dukt zu ent­fer­nen. Be­feu­ert durch ge­nia­le Wer­be­ak­tio­nen ver­kauft das Bran­ding seit­dem et­was, was man nicht an­fas­sen kann - Emo­tio­nen.

Bild von Milka Fan-Art. Fimo Schokolade mit flüssigem Karamell und Keks au feinem Teller. Erzeugt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinFür den ar­gen­ti­ni­schen Ab­satz­markt wur­de dazu die Wer­bung „Ca­de­na de Tern­ura” ent­wi­ckelt. Dar­in war ein Scho­ko­la­den­au­to­mat zu se­hen, vor dem eine li­la­far­be­ne Kuh­at­trap­pe stand. Um eine Ta­fel zu be­kom­men, muss­te man mit der ei­nen Hand den Au­to­ma­ten be­rüh­ren und mit der an­de­ren die Milka-Kuh. Nach je­der Aus­ga­be ent­fern­te sich der fre­che Paar­hu­fer al­ler­dings ein Stück vom Au­to­ma­ten. So ge­schah es, dass sich bis­her frem­de Men­schen an den Hän­den nah­men und eine Ket­te bil­de­ten, um ge­mein­sam an die Scho­ko­la­de zu kom­men.

Bild von Simmentaler Fleckvieh in Lila von Milka aus Fimo. Modelliert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinBei ei­ner fran­zö­si­schen Wer­be­ak­ti­on wie­der­um wur­de das Pro­dukt zum Me­di­um. Im Jah­re 2013 lan­de­ten 13 Mil­lio­nen Ta­feln Mil­ka Scho­ko­la­de in den Re­ga­len, die nur aus 23 Stü­cken be­stan­den. Der Käu­fer ei­ner sol­chen Son­der­ta­fel konn­te dann das feh­len­de Stück mit­hil­fe ei­nes Codes, wel­cher sich im In­ne­ren der Ver­pa­ckung be­fand, kos­ten­los an eine ge­lieb­te Per­son schi­cken las­sen. Für die­se Me­di­en­kam­pa­gne, die nur ei­nen Mo­nat lief, muss­te nicht nur die Pro­duk­ti­on um­ge­stellt, son­dern na­tür­lich auch kräf­tig die Wer­be­trom­mel ge­rührt wer­den. Eine kost­spie­li­ge In­ves­ti­ti­on, wel­che rein dazu dien­te, die Mar­ke Mil­ka mit Emo­tio­nen zu ver­lin­ken.

[...] but as simp­le as it may seem, it me­ant not­hing less than chan­ging the en­t­i­re ma­nu­fac­tu­ring pro­cess of the Mil­ka cho­co­la­te bar.

Buz­z­manTV: Mil­ka. Last Squa­re. youtube.com (01/2017).

Szenerie mit unterschiedlichen, gefüllten Fimo Schokoladen von Milka. Angerichtet von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Wo viel Licht ist, da gibt es auch Schat­ten. Seit Jah­ren wird dem Un­ter­neh­men hin­ter Mil­ka un­ter­stellt, es wür­de Kin­der­ar­beit för­dern und den Be­griff Al­pen­milch ver­höh­nen.

Ich will kein Sys­tem un­ter­stüt­zen, das mit Kin­der­skla­ven bei der Ka­kao­ern­te ar­bei­tet, um die Roh­stoff­prei­se nied­rig und den Share­hol­derva­lue hoch zu hal­ten.

Knub­be: Wie glück­lich ist die lila Kuh? utopia.de (01/2017).

Im­mer­hin ver­zich­tet Mil­ka Scho­ko­la­de auf Palm­öl. Sie be­steht un­ter an­de­rem aus Ka­kao­but­ter und But­terreinfett. Nicht schlecht für ein solch preis­wer­tes Pro­dukt.

Picture of Polymer Clay Chocolate. Crafted by Veronika Vetter Fine Artist

Ist mit Mil­ka Scho­ko­la­de Food­porn mög­lich oder braucht es wirk­lich be­mal­te Kühe, Emo­tio­nen und Pro­mis, um Süß­wa­ren zu ver­kau­fen? Die­ser Fra­ge bin ich mit mei­ner Mil­ka Fan-Art nach­ge­gan­gen. Dazu habe ich zwei un­ter­schied­li­che Ge­schmacks­sor­ten mo­del­liert. Falls Sie wis­sen wol­len, wie ich eine mit Erd­bee­re und Jo­ghurt ge­füll­te Scho­ko­la­de ge­macht habe, dann freu­en Sie sich auf die fol­gen­de Bild­an­lei­tung.

Fimo Schokolade modellieren - so geht’s

Bild von einer roten Fimo Kugel mit einem Stück BackpapierZum Mo­del­lie­ren mei­ner ge­füll­ten Scho­ko­la­de ver­wen­de­te ich die Fi­mo­far­ben Weiß (0), Rot (2) und Scho­ko­braun (77). Für den Mil­ka Stem­pel nahm ich au­ßer­dem Fi­mo­res­te zur Hil­fe. Als spe­zi­el­les Ma­te­ri­al griff ich zu­dem auf rote Pas­tell­krei­de, Back­pa­pier, Re­sin und Fimo Li­quid zu­rück. Und da­mit die fi­li­gra­ne Ar­beit leich­ter von der Hand geht, soll­ten Sie sich auch noch Ihre Pasta­ma­schi­ne, ein schar­fes Mes­ser, ver­schie­de­ne Dot­ting­tools und ge­wöhn­li­che wei­ße Krei­de zu­recht­le­gen.

Bild vom roten Fimo Block, der in Backpapier eingewickelt wirdIch be­gann mit der Erd­beer­fül­lung und roll­te dazu das Rot auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus. Aus der aus­ge­roll­ten Mas­se schnitt ich an­schlie­ßend drei iden­ti­sche Stü­cke aus, die je­weils vier Zen­ti­me­ter lang und 2,5 Zen­ti­me­ter breit wa­ren. Mei­ne drei Blö­cke leg­te ich zu­erst sym­me­trisch auf­ein­an­der und pack­te das Gan­ze da­nach in Back­pa­pier ein. Hin­weis: Das Ein­wi­ckeln ist im­mens wich­tig, da­mit die Scho­ko­la­de nicht die rote Fül­lung ver­färbt.

Für die zart schmel­zen­de Scho­ko­la­den­hül­le roll­te ich das scho­ko­brau­ne Fimo auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus. Im An­schluss nahm ich mei­nen Mil­ka Stem­pel zur Hand und präg­te da­mit die Ober­sei­te des aus­ge­roll­ten Fi­mos.

Collage mit Anleitungsschritten, wie eine Schokoladenschicht aus Fimo über die Füllung gelegt wird

Der nächs­te Schritt war der schwers­te des ge­sam­ten Mo­tivs. Ich muss­te näm­lich das fla­che, ge­präg­te Fimo vor­sich­tig von der Ar­beits­flä­che ab­neh­men und mei­nem Back­pa­pier so über­stül­pen, dass der Schrift­zug sym­me­trisch über der Fül­lung war.

  • Was über­stand schnitt ich dar­auf­hin gleich­mä­ßig zu­recht. Au­ßer­dem drück­te ich den Scho­ko­la­den­über­zug mit­hil­fe ei­nes run­den Dot­ting­tools fest. Da­durch ent­stand au­to­ma­tisch eine brei­te Rand­flä­che.
  • Mit ei­nem schar­fen Mes­ser schnitt ich dann eine der vier Ecken weg, ohne da­bei das Back­pa­pier zu be­schä­di­gen. Das Gan­ze soll­te ein we­nig so aus­se­hen, als hät­te je­mand die Scho­ko­la­de seit­lich mit ei­nem Eck­zahn be­gin­nend ab­ge­bis­sen.

Künstliche Schokolade hat zwei Füllungen

Bild vom Zuschneiden der roten ErdbeerfüllungAls Nächs­tes dreh­te ich mein Scho­ko­la­den­stück um. Ich ent­nahm die Fül­lung und be­frei­te die­se vom Back­pa­pier. Da­nach leg­te ich die Erd­beer­creme wie­der in die Scho­ko­la­den­hül­le und schnitt die­se zu. Beim Aus­schnei­den der Biss­stel­le ach­te­te ich dar­auf, dass ich von der Erd­beer­fül­lung ei­nen hal­ben Zen­ti­me­ter mehr als von der Scho­ko­la­de ab­schnitt. Hin­weis: Die­se Aus­spa­rung war für das Re­sin.

Nun dreh­te ich das Stück wie­der um, so­dass mich der Schrift­zug an­sah. Es war Zeit für die zwei­te Fül­lung ge­wor­den.

Collage mit Anleitungsschritten, wie man zwei Füllungen in eine Fimo Schokolade von Milka bekommt. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Für die Jo­ghurt­fül­lung nahm ich wei­ßes Fimo und roll­te es auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus.

  • Da­nach leg­te ich zwei aus­ge­roll­te Schich­ten auf­ein­an­der und plat­zier­te dar­auf mein Scho­ko­la­den­stück.
  • Als ich das über­ste­hen­de Weiß ab­ge­schnit­ten hat­te, roll­te ich scho­ko­brau­nes Fimo eben­falls auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus.
  • Nun nahm ich wie­der mein di­cker ge­wor­de­nes Scho­ko­la­den­stück und setz­te es auf die un­te­re Scho­ko­la­den­schicht.

Zu gu­ter Letzt muss­te ich nur noch das über­ste­hen­de Braun weg­schnei­den. Au­ßer­dem pass­te ich die Jo­ghurt­fül­lung samt Bo­denscho­ko­la­de an die Biss­stel­le an. Mein be­reits sehr köst­lich aus­se­hen­des, dop­pelt ge­füll­tes Scho­ko­la­den­stück gab ich dann für 30 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Gießharz veredelt die rote Schokoladenfüllung

Bild vom Einfüllen der glänzenden Erdbeergelee Füllung in die Fimo SchokoladeDa­mit aus mei­ner Erd­beer­creme ein glän­zen­des Erd­beer­ge­lee wur­de, habe ich mir ei­nen Be­cher mit Re­sin an­ge­rührt. Das flüs­si­ge Gieß­harz ver­misch­te ich mit ro­ter Pas­tell­krei­de und ließ es an­schlie­ßend für 20 Mi­nu­ten ru­hen. Da­durch wur­de die Mas­se zäh­flüs­sig. Ab­schlie­ßend nahm ich ein Holz­stäb­chen und trug da­mit das rote Re­sin auf die Biss­stel­le des har­ten Scho­ko­la­den­stücks auf. Hin­weis: Vor dem Auf­tra­gen des Erd­beer­ge­lees muss­te das Fimo völ­lig aus­ge­kühlt sein.

Tipp: Re­sin trock­net be­kannt­lich erst nach 24 Stun­den völ­lig aus. Na­tür­lich woll­te ich nicht, dass die flüs­si­ge Erd­beer­fül­lung in die­ser Zeit aus mei­ner Biss­stel­le her­aus­läuft. Aus die­sem Grund bau­te ich mir ein Pro­vi­so­ri­um aus Alu­fo­lie, in wel­ches ich das Scho­ko­la­den­stück hoch­kant ein­steck­te. Nach der Trock­nungs­zeit trug ich als Fi­nish ab­schlie­ßend noch Fimo Glanz­lack auf das ge­sam­te Scho­ko­la­den­stück auf.

Milka Stempel aus Fimo basteln ist kein Hexenwerk

Um al­len mei­nen Scho­ko­la­den­stück­chen eine gleich­mä­ßi­ge Prä­gung ver­lei­hen zu kön­nen, habe ich mir ei­nen Stem­pel mit dem Mil­ka Schrift­zug an­ge­fer­tigt. Da­für roll­te ich eine be­lie­bi­ge Fi­mo­far­be auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus. Da­nach schnitt ich mir aus dem aus­ge­roll­ten Fimo ein Recht­eck, wel­ches fünf Zen­ti­me­ter lang und 3,5 Zen­ti­me­ter breit war.

  • Im An­schluss drück­te ich den Mil­ka Schrift­zug mit­hil­fe ei­nes run­den Dot­ting­tools in die Plat­te und gab die­se gleich da­nach für 20 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Bild vom Aufkleben der Stempelplatte auf den Stempelgriff unter der Zuhilfenahme von Fimo LiquidWäh­rend­des­sen der Schrift­roh­ling back­te, roll­te ich wie­der eine be­lie­bi­ge Far­be auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus. Wie bei ei­nem Plätz­chen­teig gab ich da­nach an­stel­le von Mehl groß­zü­gig wei­ße Krei­de über das aus­ge­roll­te Fimo. Nach­dem der Schrift­roh­ling fer­tig ge­ba­cken und aus­ge­kühlt war, drück­te ich die­sen kräf­tig auf den vor­be­rei­te­ten Fimo Teig. Im An­schluss schnitt ich mei­ne da­mit er­schaf­fe­ne Stem­pel­plat­te zum Recht­eck und leg­te die­se für zehn Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Bild von Fimo Stempel mit Milka SchriftzugZu gu­ter Letzt mo­del­lier­te ich ei­nen hand­li­chen Stem­pel­griff aus brau­nem Res­te­fi­mo, der et­was grö­ßer als die Stem­pel­plat­te war. Die Un­ter­sei­te des Griffs be­strich ich groß­zü­gig mit Fimo Li­quid und kleb­te mei­ne ge­ba­cke­ne Stem­pel­plat­te dar­an fest. Den ge­kleb­ten Fimo Stem­pel gab ich dann noch ein­mal für 30 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Fazit: Foodporn oder doch nur süße Softcore Verführung?

Picture of polymer clay caramel chocolate with purple cow. Created by Veronika Vetter German Fine ArtistEs ist ver­dammt schwer, aus Fimo Scho­ko­la­de ei­nen Food­porn zu ma­chen. Um mei­ne Mil­ka Fan-Art den­noch an­sehn­lich zu prä­sen­tie­ren, muss­te ich zwei neue Sor­ten er­fin­den, die es so nicht gibt. An­sons­ten wä­ren ein­fach nur brau­ne Stü­cke da­bei her­aus­ge­kom­men, die mei­ner Mei­nung nach ge­nau­so lang­wei­lig aus­ge­se­hen hät­ten, wie Mil­ka Noi­set­te schmeckt. Für mich ist völ­lig un­ver­ständ­lich, dass Mil­ka zwar löb­li­cher­wei­se ei­ni­ge Scho­ko­la­den­sor­ten mit flüs­si­gem Ka­ra­mell an­bie­tet, in kei­ner die­ser Ta­feln je­doch zu­dem ein knusp­ri­ger Keks steckt.

Bild von Fimo Sommerschokolade mit Joghurt und Erdbeergelee. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin für Milka Auch für die ori­gi­na­le Mil­ka Erd­bee­re braucht es schon sehr viel Emo­tio­nen, um sich für die­ses in al­len Be­rei­chen eher farb­lo­se Pro­dukt zu ent­schei­den. Da­bei wäre ge­ra­de im Som­mer ein Stück kna­cki­ge Scho­ko­la­de mit Jo­ghurt, ähn­lich wie von Rit­ter Sport nur zu­sam­men mit flüs­si­gem Erd­beer­ge­lee als Top­ping eine rich­tig er­fri­schen­de Sa­che. Gäbe es nicht die Mil­ka Trio­la­de, die eine mei­ner ab­so­lu­ten Lieb­lings­scho­ko­la­den ist, könn­te man den flei­ßi­gen Ar­bei­tern aus Lör­rach nur wün­schen, dass es noch lan­ge schö­nes Sim­men­ta­ler Fleck­vieh gibt, wel­ches sich ge­dul­dig wie Adel­heid und Schwal­be me­di­en­wirk­sam be­ma­len lässt.

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Rocher aus Fimo modellieren - Anleitung

Kunst und Kul­tur ste­hen in der Be­dürf­nis­py­ra­mi­de nach Abra­ham Ma­slow weit oben an der Spit­ze. Wer wie ich die Mög­lich­keit hat, sein Le­ben in­di­vi­du­ell zu ge­stal­ten und sich selbst zu ver­wirk­li­chen, der ge­hört dem­entspre­chend nicht zur Klas­se des Pro­le­ta­ri­ats. Gut für mich und gut für Fer­re­ro, denn da­durch kom­me ich als Käu­fer für das Pre­mi­um­pro­dukt des Süß­wa­ren­her­stel­lers in­fra­ge. Wer sich die in Gold ge­hüll­ten Ro­cher (frz. le ro­cher / dt. der Fels) ger­ne leis­tet, der ba­det zwar auch nicht in Esels­milch, hat je­doch im­mer Ku­chen, wenn ihm das Brot ein­mal aus­geht. Dies sug­ge­rie­ren auch die Wer­be­fil­me, wel­che zu­meist ei­nen no­blen Emp­fang ei­nes Bot­schaf­ters oder ei­nes Ba­rons zei­gen. Dar­in be­schreibt Fer­re­ro sei­ne Ro­cher oft­mals selbst als kö­nig­lich, an­spruchs­voll und edel.

The­re is al­ways so­me­thing ma­gic about the ambassador’s re­cep­ti­ons [...]. Be­cau­se the am­bassa­dor knows how to cap­ti­va­te his guests.

Full Cir­cle Mo­del Ma­nage­ment: Fer­re­ro Ro­cher com­mer­ci­al „Sha­re your Gol­den Christ­mas”. youtube.com (12/2016).

Bild von Fimo Ferrero RocherDass die hoch in­dus­tri­ell her­ge­stell­ten Ro­cher Pra­li­nen durch­aus mit hoch­wer­ti­gen Con­fi­se­rie­pro­duk­ten mit­hal­ten kön­nen, be­weist die Nähr­wertangabe auf der Ver­pa­ckung. 100 Gramm Ro­cher set­zen sich un­ter an­de­rem aus 42,7 Gramm Fett zu­sam­men. Dies ist je­doch nicht et­was Schlech­tes, wenn Sie be­den­ken, dass der hohe Fett­wert auf­grund von Ha­sel­nüs­sen, But­ter­schmalz und ech­ter Ka­kao­but­ter zu­stan­de kommt. Die ed­len Ka­kao­boh­nen kom­men da­bei aus Ni­ge­ria und die schwarz­brau­nen Ha­sel­nüs­se aus der Tür­kei.

Michele’s em­pi­re is now tru­ly glo­bal. Its roots are Ita­li­an and its ha­zel­nuts Tur­kish, but Nu­tel­la gets its cocoa from Ni­ge­ria, [...].

Da­vid­son, Lau­ren: 14 things you didn’t know about Mi­che­le Fer­re­ro and his Nu­tel­la em­pi­re. telegraph.co.uk (12/2016).

Die pom­pö­sen Nusspra­li­nen ka­men in der BRD im Jah­re 1984 auf den Markt. Mi­che­le Fer­re­ro konn­te da­mals na­tür­lich noch nicht wis­sen, dass Ro­cher, Nu­tel­la und Co. ein­mal da­für ver­ant­wort­lich sein wer­den, dass sein Un­ter­neh­men 30 Jah­re spä­ter gut 80.000 Ton­nen Ha­sel­nüs­se jähr­lich be­nö­tigt.

Collage of polymer clay Ferrero Rocher with Santa Clause - made by Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Artist

Ein gro­ßes Pro­blem da­bei ist, dass die von Fer­re­ro be­zeich­ne­ten „By­zan­ti­ner Kö­nigs­nüs­se” von Hand ge­pflückt wer­den müs­sen. Wie in dunk­len al­ten Zei­ten könn­te es des­halb sein, dass auch Kin­der­hän­de zum sü­ßen Ge­schmacks­er­leb­nis bei­tra­gen. Zu­min­dest wur­de Fer­re­ro schon des Öf­te­ren vor­ge­wor­fen, Kin­der­ar­beit zu för­dern.

Dort pflückt Mus­ta­fa die Nüs­se von den Sträu­chern. Sie­ben Tage pro Wo­che. Bis zu zwölf Stun­den steht er da­für im Ge­büsch. [...] Mus­ta­fa ist zehn Jah­re alt.

Roh­wet­ter, Mar­cus: Skla­ven der Kö­nigs­nuss. zeit.de (12/2016).

Bild von selbst gebastelter Verpackung für Ferrero RocherWuss­ten Sie, dass un­se­re trans­at­lan­ti­schen Freun­de den Um­gang mit Pro­duk­ten von Fer­re­ro im­mer noch nicht rich­tig ver­ste­hen? Dank den Mann­schafts­ka­me­ra­den von Ma­nu­el Neu­er wis­sen wir hier­zu­lan­de, dass Nu­tel­la ein Brot­auf­strich für das Früh­stück ist. Hin­ge­gen in den USA gilt die Nuss-Nougat-Creme ähn­lich wie Ku­ver­tü­re al­ler­dings als „Dessert-Topping“. Ge­ne­rell sind Ro­cher im Land der un­be­grenz­ten Ka­lo­ri­en kei­ne al­lein­ste­hen­de Sü­ßig­keit, son­dern wer­den vor al­lem als Gar­nie­rung für Tor­ten ver­wen­det.

They have as­ked me to make the Fer­re­ro cake [...].

Nicko’s Kit­chen: NUTELLA & FERRERO CHOCOLATE CAKE. youtube.com (12/2016).

Wäh­rend­des­sen Ro­cher in Nord­ame­ri­ka All­tags­sün­den sind, ha­ben die Kö­nigs­ku­geln hier­zu­lan­de noch ei­nen hö­he­ren Stel­len­wert in der Ge­sell­schaft.

Bild von geöffneten Rocher von Ferrero mit Nutellafüllung aus Fimo modelliert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Dies kann wohl je­der be­stä­ti­gen, der in der Ad­vents­zeit im Su­per­markt ein­kau­fen geht. Die ei­nen gön­nen sich die knusp­ri­gen Pra­li­nen zum Jah­res­en­de selbst, die an­de­ren bas­teln dar­aus auf­wen­di­ge Ro­cher Bäu­me und ver­schen­ken die­se als Weih­nachts­ge­schenk.

[...] mein Fa­vo­rit ist ein­deu­tig Ro­cher! Esse sie zwar eher sel­ten, aber wenn dann ge­nie­ße ich sie auch so rich­tig!

marion21: Fer­re­ro: Küss­chen, Ro­cher, Raf­fa­el­lo - wel­che sind eure Lieb­lin­ge? chefkoch.de (12/2016).

Bild von Ferrero Rocher, die für die High Society auf Granitlöffeln angerichtet sindFür mich sind die gol­de­nen Ku­geln eine Form von Schmuck. Wer sich für Ro­cher ent­schei­det, der kauft nicht nur Pra­li­nen, son­dern auch ein gra­vi­tä­ti­sches Ge­fühl. Fer­re­ro möch­te, dass man sich lan­ge mit dem Pro­dukt be­schäf­tigt und wäh­rend­des­sen dar­über spricht. Den­ken Sie da­bei an die prunk­vol­le Ver­pa­ckung, die sich be­wusst schwer von der Pra­li­ne ent­fer­nen lässt. Auch die Grö­ße der ein­zel­nen Ku­geln ist so ge­wählt, dass sie nicht mit ei­nem Happs in ei­nen Frau­en­mund pas­sen. Wie Sie se­hen, sind Ro­cher Pra­li­nen ein sehr durch­dach­tes Pro­dukt, wel­ches von ei­nem gro­ßen Künst­ler mit ent­wi­ckelt wur­de.

Der im Früh­jahr 2015 ver­stor­be­ne Mi­che­le Fer­re­ro ist für mich ei­ner der größ­ten Künst­ler der Zwei­ten Mo­der­ne.

Vet­ter, Ve­ro­ni­ka: Raf­fa­el­lo aus Fimo mo­del­lie­ren – An­lei­tung. fimo.gws2.de (12/2016).

Picture of winterly polymer clay Ferrero Rocher with Santa Clause. Made by Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Falls Sie die­se ver­lo­cken­den Kunst­ge­gen­stän­de ein­mal selbst her­stel­len wol­len, ver­ra­te ich Ih­nen nun, wie Sie Fer­re­ro Ro­cher aus Mo­del­lier­mas­se an­fer­ti­gen.

Fimo Rocher modellieren - so geht’s

Bild von einer bläulichen Murmel und einer schokobraunen Fimo KugelZum Mo­del­lie­ren der brau­nen Fel­sen ver­wen­de­te ich die Fi­mo­far­ben Cham­pa­gner (02), Trans­pa­rent Weiß (014), Me­tal­lic Gold (11) und Scho­ko­braun (77). Au­ßer­dem ka­men zimt­brau­ne und ocker­far­be­ne Pas­tell­krei­den zum Ein­satz. Als spe­zi­el­les Ma­te­ri­al be­nö­tig­te ich zu­dem Fimo Li­quid, eine Glas­mur­mel, ei­nen Be­cher mit Was­ser und ge­wöhn­li­che wei­ße Krei­de. Des Wei­te­ren soll­ten Sie sich als Werk­zeu­ge Ihre Pasta­ma­schi­ne, ein Mes­ser, ver­schie­de­ne Dot­ting­tools und eine Draht­bürs­te zu­recht­le­gen.

Bild vom Einwickeln einer Murmel mit dünn ausgerolltem, schokobraunem FimoAls Ers­tes roll­te ich das scho­ko­brau­ne Fimo auf eine Di­cke von ei­nem Mil­li­me­ter aus. Da­nach nahm ich die aus­ge­roll­te Mo­del­lier­mas­se und pack­te da­mit mei­ne Mur­mel ein, die ich be­reits zu­vor mit wei­ßer Krei­de be­stri­chen hat­te. Im An­schluss schnitt ich die über­schüs­si­gen Rän­der ab und gab mei­ne glat­te brau­ne Ku­gel für 20 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Knusprige Kekswaffel krönt Rocher Praline

So­lan­ge die um­hüll­te Mur­mel im Back­ofen war, rühr­te ich mir den Teig für die kaf­fee­brau­ne Keks­waf­fel an. Dazu misch­te ich die Far­be Me­tal­lic Gold mit der Far­be Scho­ko­braun im Ver­hält­nis 3:1.

Collage vom Einfügen der kaffeebraunen Kekswaffel in Ferrero Rocher aus Fimo - erstellt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Di­rekt nach dem Ba­cken hal­bier­te ich die noch war­me Ku­gel und ent­fern­te die Mur­mel.

  • Als Nächs­tes roll­te ich den Teig auf eine Di­cke von 1,5 Mil­li­me­tern aus und be­füll­te da­mit mei­ne Ku­gel­hälf­ten.
  • Dar­auf­fol­gend schnitt ich den kaf­fee­brau­nen Teig so zu­recht, dass er ex­akt mit der Au­ßen­scha­le ab­schloss. Au­ßer­dem ak­zen­tu­ier­te ich den Keks­rand mit­hil­fe ei­ner Draht­bürs­te.

Haselnusssplitter für den extra Biss

Ro­cher sind au­ßen mit klei­nen Ha­sel­nuss­split­tern be­deckt. Um die­se aus Fimo nach­zu­stel­len, misch­te ich die Far­be Me­tal­lic Gold mit der Far­be Cham­pa­gner und der Far­be Scho­ko­braun im Ver­hält­nis 3:2:1. Aus dem hell­brau­nen Ge­misch roll­te ich mir dün­ne Würs­te, aus de­nen ich dann wie­der­um klei­ne Split­ter schnitt. Hin­weis: Da­mit sich die Stü­cke spä­ter bes­ser ver­tei­len las­sen, ist es not­wen­dig, die­se zwi­schen zu ba­cken.

Bild von Ferrero Rocher mit gerösteten HaselnusssplitternAus die­sem Grund gab ich mei­ne Nuss­split­ter für 20 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen. Als die­se völ­lig ab­ge­kühlt wa­ren, be­strich ich die Au­ßen­sei­ten bei­der Ku­gel­hälf­ten mit Fimo Li­quid. Aus den Ha­sel­nuss­split­tern bau­te ich mir dar­auf­hin ein klei­nes Häuf­chen und wälz­te dar­in mei­ne Pra­li­nen­hül­len. Um die Nüs­se mit der Scho­ko­la­de zu ver­schmel­zen, gab ich im An­schluss al­les noch ein­mal bei 110 Grad Cel­si­us für 20 Mi­nu­ten in den Back­ofen.

Glänzende Nuss-Nougat-Creme veredelt die Praline

Bild vom Bestreichen der Haselnusssplitter mit einer Schokocreme aus FimoFür das ul­ti­ma­ti­ve Scho­ko­er­leb­nis fer­tig­te ich mir für die Fimo Ro­cher zwei So­ßen an. Die ers­te Mas­se war da­bei ähn­lich zäh­flüs­sig wie Kau­gum­mi. Da­für ver­misch­te ich le­dig­lich Fimo Scho­ko­braun mit Was­ser. Mit die­sem Ge­misch füll­te ich groß­zü­gig die Lü­cken zwi­schen den ge­rös­te­ten Ha­sel­nuss­split­tern auf. Da­nach gab ich mei­ne Kö­nigs­ku­geln er­neut für 20 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Bild vom Einfüllen von Nutella in Rocher HalbkugelDie zwei­te süße Soße hat­te die Kon­sis­tenz von cre­mi­gem Nu­tel­la. Da­für ver­misch­te ich Fimo Li­quid mit Fimo Scho­ko­braun und Was­ser im Ver­hält­nis 3:3:1. Da­bei rühr­te ich die zäh­flüs­si­ge Pra­li­nen­fül­lung so lan­ge, bis das Gan­ze ei­ner con­chier­ten Scho­ko­la­den­so­ße glich. Als Nächs­tes füll­te ich mei­ne Ro­cher Halb­ku­geln mit der ver­füh­re­ri­schen Creme bis un­ter den Rand auf.

Jederzeit türkische Haselnüsse ohne Sommerpause

Bild vom Bemalen der Fimo Haselnuss mit PastellkreideZu gu­ter Letzt muss­te ich nur noch die son­nen­ge­reif­te Ha­sel­nuss für das Zen­trum der Pra­li­ne mo­del­lie­ren. Da­für ver­misch­te ich die Far­be Cham­pa­gner mit der Far­be Trans­pa­rent Weiß im Ver­hält­nis 1:1. Nach­dem ich die Mix­tur zu ei­ner Nuss ge­formt und mit­hil­fe ver­schie­de­ner Dot­ting­tools struk­tu­riert hat­te, ko­lo­rier­te ich die kna­cki­ge Pra­li­nen­fül­lung zu­dem noch mit Pas­tell­krei­de.

Picture of Hazelnut in Ferrero Rocher out of polymer clayEin Ge­misch aus den Farb­tö­nen Zimt und Ocker führt da­bei mei­ner Mei­nung nach zu ei­nem au­then­ti­schen Er­geb­nis. Im letz­ten Ar­beits­schritt ver­senk­te ich die Ha­sel­nuss noch mit­tig in der Scho­ko­la­den­so­ße und gab dar­auf­hin mei­ne Ku­gel­hälf­ten für 20 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen. Tipp: Ver­edeln Sie Ihre Fimo Ro­cher nach dem Aus­küh­len noch mit Glanz­lack, um die cre­mi­ge Fül­lung her­vor­ste­chen zu las­sen.

Wie genießen Sie Rocher von Ferrero?

Bild von Ferrero Pralinen mit LebkuchenmannIch bin je­mand, der die Gold­ver­pa­ckung sorg­fäl­tig von der Nusspra­li­ne ab­nimmt. Da­nach bei­ße ich so in die Ku­gel, dass nur das obe­re Drit­tel in mei­nem Mund lan­det. Erst dann esse ich den Rest samt Ha­sel­nuss. Ein we­nig ete­pe­te­te sind für mich die­je­ni­gen, die Ro­cher nur zur Hälf­te aus­pa­cken und die Gold­fo­lie als Fin­ger­schutz vor der Scho­ko­la­de nut­zen. Be­son­ders drol­lig hin­ge­gen fin­de ich Frau­en­zim­mer, wel­che die Ku­gel erst mit dem Mund hal­bie­ren und an­schlie­ßend ge­nüss­lich das Nu­tel­la wie aus ei­ner Leck­mu­schel aus­schle­cken.

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