Fimo Anleitungen für wahre Kunstliebhaber

Schokolade aus Fimo modellieren - Milka Fan-Art

Wenn ich eine Fimo Scho­ko­la­de mo­del­lie­re, dann er­war­tet mei­ne Ziel­grup­pe ei­nen ziem­lich ex­pli­zi­ten Food­porn von mir. Das End­pro­dukt muss so ap­pe­tit­lich aus­se­hen, dass es den Be­trach­ter dazu ver­führt, die an­ge­fan­ge­ne Kohlsuppen-Diät aus der Gala um­ge­hend wie­der zu be­en­den. Ein Her­stel­ler ei­nes in­dus­tri­ell ge­fer­tig­ten Le­bens­mit­tels kann da­mit zu­meist nicht auf­war­ten, schon gar nicht bei Ta­fel­scho­ko­la­de. Denn was gibt es bei ei­nem fla­chen hell­brau­nen Block, der in 24 Stü­cke un­ter­teilt ist, schon groß­ar­tig zu se­hen? Doch wie schafft es die Scho­ko­la­den­mar­ke Mil­ka dann trotz­dem, welt­weit in der Stun­de 150.000 Pro­duk­te an den Kun­den zu brin­gen?

Mo­reo­ver, we are tal­ly­ing more than one bil­lon eu­ros of tur­no­ver per year all around the world, or, in other words, 150 000 pro­duc­ts sold each hour.

Elo­die: Mil­ka. thechocolatebars.wordpress.com (01/2017).

Picture of stuffed polymer clay chocolate with strawberry, caramel and yoghurt. Crafted by Veronika Vetter (DAoCFrEak) German Fine ArtistDie be­rühm­tes­te Milka-Kuh hieß Schwal­be und es ist nicht über­lie­fert, ob das gute Tier ein Brand­zei­chen hat­te. Sie und ich ha­ben aber ga­ran­tiert eins. Denn seit 1901 wird uns er­zählt, dass hin­ter li­la­far­be­nen Ver­pa­ckun­gen mit wei­ßem Schrift­zug be­währ­te Scho­ko­la­den­pro­duk­te ste­cken, die ein­fach je­der gern hat. Die Mar­ke Mil­ka ist eine Wort­kom­po­si­ti­on aus Milch und Ka­kao, die von der Schwei­zer Scho­ko­la­den­dy­nas­tie Su­chard kre­iert wur­de.

In den spä­ten 1960er Jah­ren do­mi­nier­te der schärfs­te Kon­kur­rent Rit­ter Sport so­wie ame­ri­ka­ni­sche Scho­ko­rie­gel den west­eu­ro­päi­schen Süß­wa­ren­markt. Mil­ka Ta­fel­scho­ko­la­de war nicht mehr kon­kur­renz­fä­hig. Um dies zu än­dern, be­auf­trag­ten die Suchard-Manager im Jah­re 1971 die Wer­be­agen­tur Young & Ru­bi­cam.

Im Auf­trag von Su­chard soll­te die Mar­ke Mil­ka ein un­ver­wech­sel­ba­res Image auf dem von Bil­lig­an­bie­tern über­schwemm­ten, von Rit­ter Sport do­mi­nier­ten und scho­ko­rie­gel­be­droh­ten Markt be­kom­men.

Bert­hold, Klaus: Die zar­tes­te Ver­su­chung, seit es Scho­ko­la­de gibt. juemi.de (01/2017).

Nach dem Be­such im Werk Lör­rach, in dem heu­te noch die 100-g-Tafeln Mil­ka Scho­ko­la­de her­ge­stellt wer­den, ent­schied der da­ma­li­ge Art Di­rec­tor von Young & Ru­bi­cam, dass eine li­la­far­be­ne Kuh als neu­es Mar­ken­lo­go ein­ge­setzt wer­den soll.

Collage von einer Tasse mit heißer Fimo Schokolade zusammen mit gefüllter Schokolade von Milka. Fan-Art arrangiert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Die Idee kam ihm wohl bei der Heim­fahrt nach Frank­furt, als er aus dem Zug­fens­ter blick­te und den vie­len glück­li­chen Kü­hen des Wie­sen­tals beim Gra­sen zu­schau­te. Schon bald dar­auf wur­de ein Sim­men­ta­ler Fleck­vieh na­mens Adel­heid mit was­ser­lös­li­cher, lila Far­be be­sprüht und mach­te zu­erst in Print­an­zei­gen und spä­ter auch im Fern­se­hen für Mil­ka Wer­bung. Ab die­sem Zeit­punkt ging es nicht mehr nur um Scho­ko­la­de.

Die ers­ten Fo­tos hat ein Fo­to­graf schnell im Kas­ten. Im La­bor wer­den die Bil­der für die An­zei­gen spä­ter re­tu­schiert und „Adel­heid“ von der braun-weißen zur lila-Kuh.

Böh­me, An­dre­as: Wie die lila Milka-Kuh Adel­heid zur Werbe-Ikone wur­de. derwesten.de (01/2017).

Bild von Milka Schokolade aus Fimo mit flüssiger Erdbeerfüllung. Auf einem Teller präsentiert von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDies war auch nö­tig, denn Ta­fel­scho­ko­la­de war zur Mas­sen­wa­re ge­wor­den. Lan­ge be­vor Kraft Foods An­fang der 1990er Jah­re die Mar­ke über­nahm und die Scho­ko­la­den­re­zep­tur mei­ner Mei­nung nach zum Ne­ga­ti­ven än­der­te, wäre Mil­ka wohl ohne die früh ent­wi­ckel­ten Mar­ke­ting­stra­te­gi­en in gro­ße Nöte ge­ra­ten. Und das, ob­wohl die Mil­ka Ta­fel da­mals noch den Ruf ge­noss, auf­grund des lan­gen Con­chier­vor­gangs und der Al­pen­milch be­son­ders zart zu sein und im Mund zu schmel­zen.

Sin­ce its first ap­pearan­ce, Mil­ka has gai­ned a re­pu­ta­ti­on for the smoot­hest and most de­li­ca­te cho­co­la­te tas­te that mel­ts in the mouth and it is this fea­ture dif­fe­ren­tia­tes Mil­ka from all other cho­co­la­tes.

Lux, Clau­dia: Mil­ka. superbrands.com (PDF) (01/2017).

Bild von Fimo Schokolade mit lilafarbener Milka Kuh. Fan-Art modelliert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinBis zur Jahr­tau­send­wen­de schick­te der neue ame­ri­ka­ni­sche Be­sit­zer nicht nur li­la­far­be­ne Kühe, son­dern auch im­mer mehr Pro­mis wie Mar­tin Schmitt, Pe­ter Stei­ner oder Fran­zis­ka van Alm­sick om­ni­prä­sent als Wer­be­trä­ger auf die Bild­flä­chen. Wie­der­um ein Jahr­zehnt spä­ter schaff­te es die Mar­ke Mil­ka dann end­gül­tig, sich völ­lig vom ei­gent­li­chen Pro­dukt zu ent­fer­nen. Be­feu­ert durch ge­nia­le Wer­be­ak­tio­nen ver­kauft das Bran­ding seit­dem et­was, was man nicht an­fas­sen kann - Emo­tio­nen.

Bild von Milka Fan-Art. Fimo Schokolade mit flüssigem Karamell und Keks au feinem Teller. Erzeugt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinFür den ar­gen­ti­ni­schen Ab­satz­markt wur­de dazu die Wer­bung „Ca­de­na de Tern­ura” ent­wi­ckelt. Dar­in war ein Scho­ko­la­den­au­to­mat zu se­hen, vor dem eine li­la­far­be­ne Kuh­at­trap­pe stand. Um eine Ta­fel zu be­kom­men, muss­te man mit der ei­nen Hand den Au­to­ma­ten be­rüh­ren und mit der an­de­ren die Milka-Kuh. Nach je­der Aus­ga­be ent­fern­te sich der fre­che Paar­hu­fer al­ler­dings ein Stück vom Au­to­ma­ten. So ge­schah es, dass sich bis­her frem­de Men­schen an den Hän­den nah­men und eine Ket­te bil­de­ten, um ge­mein­sam an die Scho­ko­la­de zu kom­men.

Bild von Simmentaler Fleckvieh in Lila von Milka aus Fimo. Modelliert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinBei ei­ner fran­zö­si­schen Wer­be­ak­ti­on wie­der­um wur­de das Pro­dukt zum Me­di­um. Im Jah­re 2013 lan­de­ten 13 Mil­lio­nen Ta­feln Mil­ka Scho­ko­la­de in den Re­ga­len, die nur aus 23 Stü­cken be­stan­den. Der Käu­fer ei­ner sol­chen Son­der­ta­fel konn­te dann das feh­len­de Stück mit­hil­fe ei­nes Codes, wel­cher sich im In­ne­ren der Ver­pa­ckung be­fand, kos­ten­los an eine ge­lieb­te Per­son schi­cken las­sen. Für die­se Me­di­en­kam­pa­gne, die nur ei­nen Mo­nat lief, muss­te nicht nur die Pro­duk­ti­on um­ge­stellt, son­dern na­tür­lich auch kräf­tig die Wer­be­trom­mel ge­rührt wer­den. Eine kost­spie­li­ge In­ves­ti­ti­on, wel­che rein dazu dien­te, die Mar­ke Mil­ka mit Emo­tio­nen zu ver­lin­ken.

[...] but as simp­le as it may seem, it me­ant not­hing less than chan­ging the en­t­i­re ma­nu­fac­tu­ring pro­cess of the Mil­ka cho­co­la­te bar.

Buz­z­manTV: Mil­ka. Last Squa­re. youtube.com (01/2017).

Szenerie mit unterschiedlichen, gefüllten Fimo Schokoladen von Milka. Angerichtet von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Wo viel Licht ist, da gibt es auch Schat­ten. Seit Jah­ren wird dem Un­ter­neh­men hin­ter Mil­ka un­ter­stellt, es wür­de Kin­der­ar­beit för­dern und den Be­griff Al­pen­milch ver­höh­nen.

Ich will kein Sys­tem un­ter­stüt­zen, das mit Kin­der­skla­ven bei der Ka­kao­ern­te ar­bei­tet, um die Roh­stoff­prei­se nied­rig und den Share­hol­derva­lue hoch zu hal­ten.

Knub­be: Wie glück­lich ist die lila Kuh? utopia.de (01/2017).

Im­mer­hin ver­zich­tet Mil­ka Scho­ko­la­de auf Palm­öl. Sie be­steht un­ter an­de­rem aus Ka­kao­but­ter und But­terreinfett. Nicht schlecht für ein solch preis­wer­tes Pro­dukt.

Picture of Polymer Clay Chocolate. Crafted by Veronika Vetter Fine Artist

Ist mit Mil­ka Scho­ko­la­de Food­porn mög­lich oder braucht es wirk­lich be­mal­te Kühe, Emo­tio­nen und Pro­mis, um Süß­wa­ren zu ver­kau­fen? Die­ser Fra­ge bin ich mit mei­ner Mil­ka Fan-Art nach­ge­gan­gen. Dazu habe ich zwei un­ter­schied­li­che Ge­schmacks­sor­ten mo­del­liert. Falls Sie wis­sen wol­len, wie ich eine mit Erd­bee­re und Jo­ghurt ge­füll­te Scho­ko­la­de ge­macht habe, dann freu­en Sie sich auf die fol­gen­de Bild­an­lei­tung.

Fimo Schokolade modellieren - so geht’s

Bild von einer roten Fimo Kugel mit einem Stück BackpapierZum Mo­del­lie­ren mei­ner ge­füll­ten Scho­ko­la­de ver­wen­de­te ich die Fi­mo­far­ben Weiß (0), Rot (2) und Scho­ko­braun (77). Für den Mil­ka Stem­pel nahm ich au­ßer­dem Fi­mo­res­te zur Hil­fe. Als spe­zi­el­les Ma­te­ri­al griff ich zu­dem auf rote Pas­tell­krei­de, Back­pa­pier, Re­sin und Fimo Li­quid zu­rück. Und da­mit die fi­li­gra­ne Ar­beit leich­ter von der Hand geht, soll­ten Sie sich auch noch Ihre Pasta­ma­schi­ne, ein schar­fes Mes­ser, ver­schie­de­ne Dot­ting­tools und ge­wöhn­li­che wei­ße Krei­de zu­recht­le­gen.

Bild vom roten Fimo Block, der in Backpapier eingewickelt wirdIch be­gann mit der Erd­beer­fül­lung und roll­te dazu das Rot auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus. Aus der aus­ge­roll­ten Mas­se schnitt ich an­schlie­ßend drei iden­ti­sche Stü­cke aus, die je­weils vier Zen­ti­me­ter lang und 2,5 Zen­ti­me­ter breit wa­ren. Mei­ne drei Blö­cke leg­te ich zu­erst sym­me­trisch auf­ein­an­der und pack­te das Gan­ze da­nach in Back­pa­pier ein. Hin­weis: Das Ein­wi­ckeln ist im­mens wich­tig, da­mit die Scho­ko­la­de nicht die rote Fül­lung ver­färbt.

Für die zart schmel­zen­de Scho­ko­la­den­hül­le roll­te ich das scho­ko­brau­ne Fimo auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus. Im An­schluss nahm ich mei­nen Mil­ka Stem­pel zur Hand und präg­te da­mit die Ober­sei­te des aus­ge­roll­ten Fi­mos.

Collage mit Anleitungsschritten, wie eine Schokoladenschicht aus Fimo über die Füllung gelegt wird

Der nächs­te Schritt war der schwers­te des ge­sam­ten Mo­tivs. Ich muss­te näm­lich das fla­che, ge­präg­te Fimo vor­sich­tig von der Ar­beits­flä­che ab­neh­men und mei­nem Back­pa­pier so über­stül­pen, dass der Schrift­zug sym­me­trisch über der Fül­lung war.

  • Was über­stand schnitt ich dar­auf­hin gleich­mä­ßig zu­recht. Au­ßer­dem drück­te ich den Scho­ko­la­den­über­zug mit­hil­fe ei­nes run­den Dot­ting­tools fest. Da­durch ent­stand au­to­ma­tisch eine brei­te Rand­flä­che.
  • Mit ei­nem schar­fen Mes­ser schnitt ich dann eine der vier Ecken weg, ohne da­bei das Back­pa­pier zu be­schä­di­gen. Das Gan­ze soll­te ein we­nig so aus­se­hen, als hät­te je­mand die Scho­ko­la­de seit­lich mit ei­nem Eck­zahn be­gin­nend ab­ge­bis­sen.

Künstliche Schokolade hat zwei Füllungen

Bild vom Zuschneiden der roten ErdbeerfüllungAls Nächs­tes dreh­te ich mein Scho­ko­la­den­stück um. Ich ent­nahm die Fül­lung und be­frei­te die­se vom Back­pa­pier. Da­nach leg­te ich die Erd­beer­creme wie­der in die Scho­ko­la­den­hül­le und schnitt die­se zu. Beim Aus­schnei­den der Biss­stel­le ach­te­te ich dar­auf, dass ich von der Erd­beer­fül­lung ei­nen hal­ben Zen­ti­me­ter mehr als von der Scho­ko­la­de ab­schnitt. Hin­weis: Die­se Aus­spa­rung war für das Re­sin.

Nun dreh­te ich das Stück wie­der um, so­dass mich der Schrift­zug an­sah. Es war Zeit für die zwei­te Fül­lung ge­wor­den.

Collage mit Anleitungsschritten, wie man zwei Füllungen in eine Fimo Schokolade von Milka bekommt. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Für die Jo­ghurt­fül­lung nahm ich wei­ßes Fimo und roll­te es auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus.

  • Da­nach leg­te ich zwei aus­ge­roll­te Schich­ten auf­ein­an­der und plat­zier­te dar­auf mein Scho­ko­la­den­stück.
  • Als ich das über­ste­hen­de Weiß ab­ge­schnit­ten hat­te, roll­te ich scho­ko­brau­nes Fimo eben­falls auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus.
  • Nun nahm ich wie­der mein di­cker ge­wor­de­nes Scho­ko­la­den­stück und setz­te es auf die un­te­re Scho­ko­la­den­schicht.

Zu gu­ter Letzt muss­te ich nur noch das über­ste­hen­de Braun weg­schnei­den. Au­ßer­dem pass­te ich die Jo­ghurt­fül­lung samt Bo­denscho­ko­la­de an die Biss­stel­le an. Mein be­reits sehr köst­lich aus­se­hen­des, dop­pelt ge­füll­tes Scho­ko­la­den­stück gab ich dann für 30 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Gießharz veredelt die rote Schokoladenfüllung

Bild vom Einfüllen der glänzenden Erdbeergelee Füllung in die Fimo SchokoladeDa­mit aus mei­ner Erd­beer­creme ein glän­zen­des Erd­beer­ge­lee wur­de, habe ich mir ei­nen Be­cher mit Re­sin an­ge­rührt. Das flüs­si­ge Gieß­harz ver­misch­te ich mit ro­ter Pas­tell­krei­de und ließ es an­schlie­ßend für 20 Mi­nu­ten ru­hen. Da­durch wur­de die Mas­se zäh­flüs­sig. Ab­schlie­ßend nahm ich ein Holz­stäb­chen und trug da­mit das rote Re­sin auf die Biss­stel­le des har­ten Scho­ko­la­den­stücks auf. Hin­weis: Vor dem Auf­tra­gen des Erd­beer­ge­lees muss­te das Fimo völ­lig aus­ge­kühlt sein.

Tipp: Re­sin trock­net be­kannt­lich erst nach 24 Stun­den völ­lig aus. Na­tür­lich woll­te ich nicht, dass die flüs­si­ge Erd­beer­fül­lung in die­ser Zeit aus mei­ner Biss­stel­le her­aus­läuft. Aus die­sem Grund bau­te ich mir ein Pro­vi­so­ri­um aus Alu­fo­lie, in wel­ches ich das Scho­ko­la­den­stück hoch­kant ein­steck­te. Nach der Trock­nungs­zeit trug ich als Fi­nish ab­schlie­ßend noch Fimo Glanz­lack auf das ge­sam­te Scho­ko­la­den­stück auf.

Milka Stempel aus Fimo basteln ist kein Hexenwerk

Um al­len mei­nen Scho­ko­la­den­stück­chen eine gleich­mä­ßi­ge Prä­gung ver­lei­hen zu kön­nen, habe ich mir ei­nen Stem­pel mit dem Mil­ka Schrift­zug an­ge­fer­tigt. Da­für roll­te ich eine be­lie­bi­ge Fi­mo­far­be auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus. Da­nach schnitt ich mir aus dem aus­ge­roll­ten Fimo ein Recht­eck, wel­ches fünf Zen­ti­me­ter lang und 3,5 Zen­ti­me­ter breit war.

  • Im An­schluss drück­te ich den Mil­ka Schrift­zug mit­hil­fe ei­nes run­den Dot­ting­tools in die Plat­te und gab die­se gleich da­nach für 20 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Bild vom Aufkleben der Stempelplatte auf den Stempelgriff unter der Zuhilfenahme von Fimo LiquidWäh­rend­des­sen der Schrift­roh­ling back­te, roll­te ich wie­der eine be­lie­bi­ge Far­be auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus. Wie bei ei­nem Plätz­chen­teig gab ich da­nach an­stel­le von Mehl groß­zü­gig wei­ße Krei­de über das aus­ge­roll­te Fimo. Nach­dem der Schrift­roh­ling fer­tig ge­ba­cken und aus­ge­kühlt war, drück­te ich die­sen kräf­tig auf den vor­be­rei­te­ten Fimo Teig. Im An­schluss schnitt ich mei­ne da­mit er­schaf­fe­ne Stem­pel­plat­te zum Recht­eck und leg­te die­se für zehn Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Bild von Fimo Stempel mit Milka SchriftzugZu gu­ter Letzt mo­del­lier­te ich ei­nen hand­li­chen Stem­pel­griff aus brau­nem Res­te­fi­mo, der et­was grö­ßer als die Stem­pel­plat­te war. Die Un­ter­sei­te des Griffs be­strich ich groß­zü­gig mit Fimo Li­quid und kleb­te mei­ne ge­ba­cke­ne Stem­pel­plat­te dar­an fest. Den ge­kleb­ten Fimo Stem­pel gab ich dann noch ein­mal für 30 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Fazit: Foodporn oder doch nur süße Softcore Verführung?

Picture of polymer clay caramel chocolate with purple cow. Created by Veronika Vetter German Fine ArtistEs ist ver­dammt schwer, aus Fimo Scho­ko­la­de ei­nen Food­porn zu ma­chen. Um mei­ne Mil­ka Fan-Art den­noch an­sehn­lich zu prä­sen­tie­ren, muss­te ich zwei neue Sor­ten er­fin­den, die es so nicht gibt. An­sons­ten wä­ren ein­fach nur brau­ne Stü­cke da­bei her­aus­ge­kom­men, die mei­ner Mei­nung nach ge­nau­so lang­wei­lig aus­ge­se­hen hät­ten, wie Mil­ka Noi­set­te schmeckt. Für mich ist völ­lig un­ver­ständ­lich, dass Mil­ka zwar löb­li­cher­wei­se ei­ni­ge Scho­ko­la­den­sor­ten mit flüs­si­gem Ka­ra­mell an­bie­tet, in kei­ner die­ser Ta­feln je­doch zu­dem ein knusp­ri­ger Keks steckt.

Bild von Fimo Sommerschokolade mit Joghurt und Erdbeergelee. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin für Milka Auch für die ori­gi­na­le Mil­ka Erd­bee­re braucht es schon sehr viel Emo­tio­nen, um sich für die­ses in al­len Be­rei­chen eher farb­lo­se Pro­dukt zu ent­schei­den. Da­bei wäre ge­ra­de im Som­mer ein Stück kna­cki­ge Scho­ko­la­de mit Jo­ghurt, ähn­lich wie von Rit­ter Sport nur zu­sam­men mit flüs­si­gem Erd­beer­ge­lee als Top­ping eine rich­tig er­fri­schen­de Sa­che. Gäbe es nicht die Mil­ka Trio­la­de, die eine mei­ner ab­so­lu­ten Lieb­lings­scho­ko­la­den ist, könn­te man den flei­ßi­gen Ar­bei­tern aus Lör­rach nur wün­schen, dass es noch lan­ge schö­nes Sim­men­ta­ler Fleck­vieh gibt, wel­ches sich ge­dul­dig wie Adel­heid und Schwal­be me­di­en­wirk­sam be­ma­len lässt.

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Mein Name ist Ve­ro­ni­ka Vet­ter und ich bin frei­schaf­fen­de Fine Art Künst­le­rin aus dem Frei­staat Bay­ern. Seit 2012 mo­del­lie­re ich nun schon mit Fimo und möch­te Ih­nen auf die­ser Web­sei­te zei­gen, was sich aus die­sem tol­len Pro­dukt al­les er­schaf­fen lässt. Ne­ben der Kunst lie­be ich das Es­sen, das Le­sen und das Spie­len von fes­seln­den Online-Rollenspielen. Ich freue mich auf Ihre Kom­men­ta­re - trei­ben Sie es bunt!


Kategorie: Bildanleitungen

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