Fimo Anleitungen für wahre Kunstliebhaber

Goldfisch aus Fimo modellieren - asiatische Farbspiele mit Symbolkraft

Wis­sen Sie, war­um in den Chi­na­re­stau­rants im­mer Aqua­ri­en mit Gold­fi­schen ste­hen? Das hängt mit chi­ne­si­schen Mafia-Clans zu­sam­men, die auch als Tria­den be­zeich­net wer­den. Ein solch auf­fäl­li­ges Ac­ces­soire im Gast­raum si­gna­li­siert In­si­dern, dass der Lo­kal­be­sit­zer be­reits „be­schützt” wird. Hin­ge­gen die Farb­zu­sam­men­stel­lung des Fisch­be­sat­zes of­fen­bart, wel­cher an­säs­si­ge Clan in die­sem Eta­blis­se­ment das Haus­recht für sich be­an­sprucht. Falls Sie die­ses Schau­er­mär­chen nicht glau­ben, dann ken­nen Sie sich wohl et­was bes­ser mit fern­öst­li­chen Kul­tu­ren aus. In Chi­na sym­bo­li­siert der Gold­fisch näm­lich die Ver­meh­rung des Reich­tums. Des­halb könn­te das Aqua­ri­um auch ein­fach nur ein be­lieb­ter Glücks­brin­ger bei Re­stau­rant­be­sit­zern sein, wel­cher zu­gleich eine hei­me­li­ge Wohl­fühl­at­mo­sphä­re er­zeugt.

In Chi­ne­se cul­tu­re the sym­bol of fish is at­tri­bu­t­ed two qua­li­ties. The first one is the as­pect of ab­undance [...].

Tchi, Ro­di­ka: The Sym­bo­lo­gy of Fish. thespruce.com (06/2017).

Bild von orangefarbenem Fimo Goldfisch als asiatischer Glücksbringer. Arrangiert von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinIch per­sön­lich ken­ne kei­nen, der nicht auch ei­nen sol­chen Glücks­brin­ger ge­brau­chen könn­te. Des­halb ent­schied ich mich dazu, ei­nen far­ben­fro­hen Gold­fisch aus Fimo zu mo­del­lie­ren. Be­vor ich je­doch los­le­gen konn­te, muss­te ich mich noch in­ten­siv mit der Farb­sym­bo­lik aus­ein­an­der­set­zen. Denn be­kannt­lich sind die­se Zier­fi­sche kein Werk Got­tes, son­dern do­mes­ti­zier­te Wir­bel­tie­re, die mit dem gold schim­mern­den Gie­bel ver­wandt sind.

Gold­fish are spe­ci­es of carp, and be­lie­ve it or not, the­re are two wild sub­spe­ci­es of this carp that still exist in the wild. The­se are the Prus­si­an carp (Ca­ras­si­us au­ra­tus gi­be­lio) and the Cru­ci­an carp (Ca­ras­si­us au­ra­tus ca­ras­si­us).

West­fall, Scot­tie: Selec­tive bree­ding has also dra­ma­ti­cal­ly chan­ged the gold­fish. retrieverman.net (06/2017).

Gold­gelb ist dem­zu­fol­ge die Ur­sprungs­far­be der Gold­fi­sche. Al­ler­dings wa­ren der­art ge­färb­te Ex­em­pla­re in Chi­na lan­ge Zeit dem Adel vor­ent­hal­ten, wes­halb für das Bür­ger­tum oran­ge­far­be­ne Fi­sche ge­züch­tet wur­den.

In the year 1162, du­ring the Song Dy­nas­ty, the em­press or­de­red the con­struc­tion of a pond to keep the red and gold va­rie­ty of the fish. At the time, yel­low was the co­lor of the royal­ty, so com­moners weren’t al­lo­wed to dis­play anything yel­low.

Jen­ner, M.: Gold­fish Histo­ry. about-goldfish-com (06/2017).

Picture of original Asian Polymer Clay goldfish with Bonsai tree and Sushi. Crafted by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Über die Far­be Oran­ge wird ge­sagt, dass sie Kraft in schwe­ren Zei­ten bie­ten soll und da­bei hilft, Rück­schlä­ge schnel­ler ver­ar­bei­ten zu kön­nen. Dem­entspre­chend ist das die per­fek­te Leit­far­be für mei­nen asia­ti­schen Fimo Glücks­brin­ger.

Oran­ge of­fers emo­tio­nal strength in dif­fi­cult times. It helps us to boun­ce back from disap­point­ments and des­pair, as­sis­ting in re­co­very from grief.

Scott-Kemmis, Judy: The Co­lor Oran­ge. empower-yourself-with-color-psychology.com (06/2017).

Bild von chinesischen Glücksbringern zur Karmaverbesserung. Fimo Goldfische, Lotusblüten, Bonsaibaum und Teich. Szenerie arrangiert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Nach­dem ich mich für eine Far­be ent­schie­den hat­te, über­leg­te ich mir, wie ich mei­nen sym­bol­träch­ti­gen Gold­fisch so le­ben­dig wie mög­lich aus­se­hen las­se. Hier habe ich ei­ni­ge künst­le­ri­sche Tipps für Sie:

  • Su­chen Sie sich eine Mo­tiv­vor­la­ge, die tat­säch­lich in der Na­tur exis­tiert. So habe ich mich beim Mo­del­lie­ren mei­nes Glücks­brin­gers an ei­nem ech­ten Cá vàng Wa­kin Gold­fisch ori­en­tiert.
  • Mo­del­lie­ren Sie kei­ne ker­zen­ge­ra­den Fi­gu­ren, son­dern bau­en Sie stets schwung­vol­le Ele­men­te mit ein. Durch die leicht ge­krümm­te Kör­per­form wirkt es so, als wür­de sich mein Fimo Fisch ge­ra­de be­we­gen.

Foto von sehr teurem Goldfisch mit blauen Augen aus der Fischzucht Hong Kong Pfui. Foto von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinVor al­lem soll­ten Sie je­doch mit fei­nen Ca­nes ar­bei­ten und Ihr Mo­tiv nicht ein­fach mit Krei­den oder Acryl­far­ben be­ma­len. Denn wenn Sie wie ich die Au­gen, die Schup­pen und die Flos­sen des Kunst­fi­sches mit de­tail­rei­chen Ca­nes dar­stel­len, dann hat das ver­schie­de­ne po­si­ti­ve Ef­fek­te. Zum ei­nen kön­nen Sie sanf­te Farb­ver­läu­fe ein­flie­ßen las­sen und so­mit Ihre Leit­far­be an­ge­nehm ak­zen­tu­ie­ren. Zum an­de­ren sind die Cane Mus­ter Op-Art. Das er­zeugt, dass die Au­gen des Be­trach­ters die Fi­gur au­to­ma­tisch Zen­ti­me­ter für Zen­ti­me­ter ab­tas­ten und so­mit viel län­ger auf Ih­rem künst­le­ri­schen Werk ru­hen.

Picture of Polymer Clay Goldfish with Canes. Tutorial by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Falls Sie Ih­ren Freun­den ei­nen Glücks­brin­ger mit spi­ri­tu­el­lem Hin­ter­grund schen­ken möch­ten, dann ver­su­chen Sie sich doch an mei­nem Fimo Gold­fisch. In der fol­gen­den An­lei­tung er­klä­re ich Ih­nen Schritt für Schritt, wie Sie im Hand­um­dre­hen selbst eine bun­te Fisch­fi­gur mo­del­lie­ren kön­nen.

Fimo Goldfisch modellieren - so geht’s

Picture of Cá vàng Wakin Goldfish in garden pond. Made by Veronika Vetter Bavarian Fine ArtistZum An­fer­ti­gen ei­nes wild ge­mus­ter­ten Karpfen­fi­sches ver­wen­de­te ich die fünf Fi­mo­far­ben Weiß (0), Gelb (1), Rot (2), Oran­ge (4) und Schwarz (9). Um et­was Mo­del­lier­mas­se zu spa­ren, stell­te ich das Grund­ge­rüst des Kör­pers aus Fi­mo­res­ten her. Und da­mit mir das For­men leich­ter von der Hand ging, nahm ich zu­dem mei­ne Pasta­ma­schi­ne, ein schar­fes Mes­ser, ei­nen Acryl­rol­ler und eine Aus­wahl an Dot­ting­tools als Werk­zeu­ge zur Hil­fe.

Bild von drei Fimo Kugeln in Orange, Rot und GoldViel­leicht ken­nen Sie aus Ih­rer Schul­zeit die Weis­heit, dass man im­mer mit der schwers­ten Haus­auf­ga­be an­fan­gen soll­te. So hand­ha­be ich es auch heu­te noch bei mei­nen Mo­del­lier­ar­bei­ten und be­gann des­halb mit der auf­wen­di­gen Schup­pen Cane. Zu­nächst stell­te ich mir al­ler­dings ei­nen zar­ten Gold­ton her, in­dem ich Gelb mit Oran­ge im Ver­hält­nis 3:1 misch­te. Die­se Mix­tur roll­te ich an­schlie­ßend zu­sam­men mit den Far­ben Rot und Oran­ge auf je­weils eine Di­cke von 2,5 Mil­li­me­tern aus.

Als Nächs­tes stell­te ich ei­nen Farb­ver­lauf aus Rot und Oran­ge her. Dazu schnitt ich mir aus den be­reits aus­ge­roll­ten Stü­cken zwei gleich­gro­ße Drei­ecke aus.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Farbverlauf aus Fimo herstellen. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Im An­schluss leg­te ich die bei­den Drei­ecke an der lan­gen Sei­te (Hy­po­te­nu­se) an­ein­an­der und roll­te das Gan­ze dar­auf­fol­gend cir­ca 25 Mal auf eine Di­cke von 2,5 Mil­li­me­tern aus.

  • Wich­tig: Nach dem ers­ten Durch­lauf knick­te ich das Fimo Stück im­mer ein­mal ho­ri­zon­tal und leg­te dann die bei­den Hälf­ten auf­ein­an­der, be­vor ich es er­neut durch die Pasta­ma­schi­ne ließ. Denn nur durch die­se Le­ge­tech­nik ver­mi­schen sich die bei­den Far­ben.

Als das Ele­ment die Farb­struk­tur ei­nes Te­qui­la Sun­ri­se auf­wies, schnitt ich mir ein ak­ku­ra­tes Recht­eck aus dem Farb­ver­lauf.

Bild von goldgelber Fimo Biskuitrolle, die als Schuppen Cane für einen Goldfisch fungiert

Nun nahm ich den ge­misch­ten Gold­ton zur Hand und schnitt mir dar­aus eben­falls ein Recht­eck aus, wel­ches ich dar­auf­hin auf mei­nen be­reits zu­ge­schnit­te­nen Farb­ver­lauf leg­te. Im nächs­ten Schritt roll­te ich das Farb­sand­wich zu ei­ner di­cken Bis­kui­trol­le auf, bei der die hel­le gold­gel­be Sei­te nach au­ßen zeig­te. Schließ­lich re­du­zier­te ich die Cane, in­dem ich das Röll­chen mit mei­ner fla­chen Hand so lan­ge hin und her roll­te, bis es nur noch ei­nen Durch­mes­ser von 0,5 Zen­ti­me­tern hat­te.

Be­vor ich mit der Schup­pen Cane wei­ter­ar­bei­te­te, bau­te ich mir zu­erst ei­nen acht Zen­ti­me­ter lan­gen Fisch­kör­per aus Fi­mo­res­ten.

Da­nach schnitt ich mir vie­le dün­ne Schei­ben aus mei­ner Cane und leg­te die­se eng vor mich auf mei­ne Ar­beits­flä­che. Um die da­bei ent­stan­de­nen Lü­cken zu schlie­ßen, nahm ich mei­nen Acryl­rol­ler zur Hand und fuhr da­mit ei­ni­ge Male über die Schei­ben. Zu gu­ter Letzt lös­te ich das Schup­pen­mus­ter mit­hil­fe ei­nes Mes­sers vom Un­ter­grund und pack­te da­mit mein Fisch­ge­rüst ein. Tipp: Beim Ver­pa­cken der Fi­gur ach­te­te ich dar­auf, dass die Naht­stel­le am Bauch des Fi­sches war.

Goldfisch lernt schwimmen - Flossen Cane

Nach­dem mein Fisch­chen be­schuppt war, stell­te ich die un­ter­schied­li­chen Flos­sen her. Da­für leg­te ich mir die­sel­ben drei Far­ben zu­recht, die ich schon für die Schup­pen Cane ver­wen­det hat­te.

Bildcollage von zwei Fimo Farbverläufen. Japanischer Sonnenaufgang ist in den Farben Orange und Rot. Fotos von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Für die Flos­sen Cane er­stell­te ich gleich zwei Farb­ver­läu­fe, wes­halb ich zu­nächst ein­mal alle Fi­mo­far­ben auf eine Di­cke von 2,5 Mil­li­me­tern aus­roll­te. Da­nach schnitt ich aus den fla­chen Fimo Stü­cken vier gleich­gro­ße Drei­ecke aus, die ich an­schlie­ßend fol­gen­der­ma­ßen zu­sam­men­setz­te:

  • Oran­ge und Gold­gelb
  • Oran­ge und Rot

Mei­ne bei­den Farb­kom­bi­na­tio­nen ließ ich dar­auf­hin je­weils 25 Mal durch die Pasta­ma­schi­ne. Auch hier muss­te ich wie­der die recht­ecki­gen Fimo Stü­cke vor je­dem Durch­lauf ho­ri­zon­tal ein­schla­gen, da­mit sich die Far­ben in der Mit­te schön mit­ein­an­der ver­misch­ten.

Im nächs­ten Schritt leg­te ich die bei­den Farb­ver­läu­fe dann so auf­ein­an­der, dass sich die oran­ge­far­be­nen Sei­ten ge­gen­über­la­gen. An­schlie­ßend roll­te ich al­les wie­der zu ei­ner Bis­kui­trol­le auf, bei der die Au­ßen­sei­te hel­ler als die In­nen­sei­te war.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Flossen für einen Fimo Goldfisch modellieren. Idee von Fine Art Künstlerin Veronika Vetter

Dar­auf­hin re­du­zier­te ich das Röll­chen auf eine Län­ge von acht Zen­ti­me­tern, so­dass ich mir dar­aus vier Stü­cke schnei­den konn­te, die je­weils zwei Zen­ti­me­ter lang wa­ren.

  • Die­se klei­nen Stü­cke leg­te ich wie­der­um an den Sei­ten an­ein­an­der. Da­bei ach­te­te ich dar­auf, dass die in­ne­ren Schne­cken­mus­ter alle in die glei­che Rich­tung zeig­ten.

Bild vom Einsetzen der Rückenflosse in den Fimo GoldfischDie di­cke Rau­pe muss­te ich nun wie­der re­du­zie­ren. Da es sich je­doch um ei­nen recht­ecki­gen Block han­del­te, konn­te ich das Gan­ze nicht ein­fach rol­len. Aus die­sem Grund drück­te ich mit mei­nem Dau­men und mei­nem Zei­ge­fin­ger gleich­mä­ßig auf alle Sei­ten des Stücks, bis es sich da­durch lang­sam streck­te. Hin­weis: Beim An­wen­den die­ser sanf­ten Druck­tech­nik war es mir be­son­ders wich­tig, dass der Block auf je­den Fall sei­ne recht­ecki­ge Form bei­be­hielt.

Bild von den acht Flossen des orangefarbenen Fimo GoldfischesAls Nächs­tes ver­län­ger­te ich die Cane, in­dem ich das Stück hal­bier­te und an der Sei­te er­neut zu­sam­men­setz­te. Di­rekt im An­schluss re­du­zier­te ich den Qua­der er­neut, bis mei­ne Flos­sen Cane zwei Zen­ti­me­ter lang und ei­nen Zen­ti­me­ter breit war. Da­nach nahm ich mein Fisch­ge­rüst in die Hand und schnitt die­ses oben am Rü­cken ein. In die­se Aus­spa­rung drück­te ich dar­auf­fol­gend mein ers­tes lan­ges Cane Stück, wel­ches die Rü­cken­flos­se des Glücks­brin­gers dar­stellt.

Die an­de­ren Cane Schei­ben schnitt ich mir in­di­vi­du­ell zu­recht, so­dass ich mei­nen Gold­fisch zu­dem mit ei­ner zwei­ge­teil­ten Schwanz­flos­se, vier Bauch­flos­sen und ei­ner Af­ter­flos­se aus­stat­ten konn­te.

Fische schauen in die Seele - Fimo Augen Cane

Bild von vier Fimofarben der Firma Staedtler aus NürnbergUm mei­nen asia­ti­schen Glücks­brin­ger zu voll­enden, muss­te ich noch die tie­fen Fisch­au­gen an­fer­ti­gen. Für die­se Cane roll­te ich zu­nächst die Far­ben Weiß, Rot, Oran­ge und Gelb auf eine Di­cke von ei­nem Mil­li­me­ter aus. Da­nach schnitt ich mei­ne fla­chen Fi­mo­far­ben in un­ter­schied­lich gro­ße Stü­cke, aus de­nen ich mir wie­der­um die vier­far­bi­ge Re­gen­bo­gen­haut bau­te. Hin­weis: Der An­teil des Oran­ge war da­bei am größ­ten, wäh­rend­des­sen ich das Rot in die kleins­ten Stü­cke schnitt.

Tipp: Die klei­nen ein­far­bi­gen Recht­ecke soll­ten auch nicht alle gleich­groß sein, son­dern in ih­rer Brei­te im­mer leicht va­ri­ie­ren. Durch die­se be­son­de­re Le­ge­tech­nik ent­steht dann ein äu­ßerst le­ben­di­ges Mus­ter.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Wie werden Augen aus Fimo gemacht? Cane Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Als mein far­ben­fro­her Turm dann 2,5 Zen­ti­me­ter hoch, zwei Zen­ti­me­ter lang und ei­nen Zen­ti­me­ter breit war, re­du­zier­te ich das Stück.

  • Im An­schluss schnitt ich mir aus dem feu­ri­gen Farb­mus­ter acht klei­ne Blö­cke, die je­weils ei­nen Zen­ti­me­ter lang wa­ren.

Bild vom Aufsetzen der Fischaugen aus Fimo ModelliermasseDar­auf­hin bau­te ich mir aus der Far­be Schwarz eine ein Zen­ti­me­ter lan­ge Pu­pil­le, die ich mit der Re­gen­bo­gen­haut ein­wi­ckel­te. Nun roll­te ich das Weiß auf eine Di­cke von ei­nem Mil­li­me­ter aus und pack­te da­nach das bun­te Röll­chen da­mit ein. Zu gu­ter Letzt re­du­zier­te ich die Au­gen Cane so, dass die­se zur Sta­tur des Gold­fi­sches pass­te. Tipp: Ich setz­te die Au­gen in zwei klei­ne Mul­den, die ich zu­vor mit­hil­fe ei­nes Dot­ting­tools in das Mo­tiv ein­ge­drückt hat­te.

Erst nach die­sen gan­zen Ar­beits­schrit­ten gab ich den Fimo Gold­fisch bei 110 Grad Cel­si­us für 30 Mi­nu­ten in den Back­ofen. Nach dem Aus­küh­len schliff ich die Fi­gur au­ßer­dem noch mit ei­nem fein­kör­ni­gen Schleif­pa­pier ab. Des Wei­te­ren ver­edel­te ich mei­nen Glücks­brin­ger noch mit ei­ner dün­nen Schicht Fimo Glanz­lack.

Die Wirkkraft des Glücksbringers weiter erhöhen

Bild von blauem Goldfisch mit Lotusblüten aus Fimo, der Reichtum und Wohlstand bringt. Kreation von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinMein Fimo Gold­fisch ist ein Mo­tiv für Fort­ge­schrit­te­ne, die be­reit sind, viel Zeit für ein selbst ge­mach­tes und sym­bol­träch­ti­ges Ge­schenk zu in­ves­tie­ren. Tipp: Falls Sie das bal­di­ge Ein­tre­ten des Wohl­stands wei­ter be­schleu­ni­gen möch­ten, dann mo­del­lie­ren Sie Ih­ren sü­ßen Gold­fisch wie ich auf ei­ner Plat­te zu­sam­men mit Lo­tus­blü­ten. Als ich im Jah­re 2008 in To­kio das Neu­jahrs­fest fei­er­te, tru­gen fast alle Men­schen in dem Re­stau­rant un­se­rer Rei­se­grup­pe schi­cke Ober­tei­le, auf de­nen die­se bei­den Sym­bo­le auf­ge­stickt oder auf­ge­druckt wa­ren. Die­se Form der Kar­ma­ver­bes­se­rung scheint nicht nur ein Teil der ja­pa­ni­schen Kul­tur zu sein, son­dern eben­falls zur chi­ne­si­schen Neu­jahrstra­di­ti­on zu ge­hö­ren.

A child hol­ding a lar­ge gold­fish and a lo­tus flower is one of the most po­pu­lar images du­ring the Chi­ne­se New Year. Many peop­le em­broi­der a gold­fish on a shirt or bag to bring the en­er­gy of ab­undance into their life.

Game Frog: Lu­cky Fish in Feng Shui. chinesehoroscop-e.com (06/2017).

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Pizza aus Fimo modellieren - Pepperoni durch Salamitaktik

Wer hät­te das ge­dacht? Ob­wohl sämt­li­che Ma­fia­bos­se hin­ter Git­tern sit­zen, ist Nea­pel zu ei­ner No-go-Area ver­kom­men. Doch selbst wenn die Stadt an der Mit­tel­meer­küs­te un­ter­ge­hen soll­te, wer­den ihre Ver­mächt­nis­se auf ewig in Er­in­ne­rung blei­ben. Nea­pel hat näm­lich nicht nur Car­lo Pe­der­so­li ali­as Bud Spen­cer, son­dern auch un­se­re heu­ti­ge Piz­za her­vor­ge­bracht. Wenn Sie im 16. Jahr­hun­dert ei­nen nea­po­li­ta­ni­schen Fi­scher ge­fragt hät­ten, was er heu­te Abend zu sei­nen Sprot­ten isst, dann hät­te er wahr­schein­lich Fol­gen­des ge­mur­melt: „Piz­za ros­sa.” Die­se Spei­se ist heu­te als Piz­za­brot oder Piz­za alla Ma­ri­n­a­ra be­kannt.

The Ita­li­an for sailor is ma­ri­naio, so this piz­za may have ori­gi­nal­ly been ea­ten by sailors.

Mitz­man, Dany: The day I or­de­red piz­za that „doesn’t exist”. bbc.com (03/2017).

Bild von selbst gemachter Steinofenpizza (Salami) vom Chefkoch. Angerichtet auf einem Holzbrett von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinEin run­der gold­brau­ner Fla­den mit ro­ter Soße war mir aus künst­le­ri­scher Sicht zu we­nig. Ich mach­te mir des­halb lan­ge Zeit Ge­dan­ken dar­über, wel­cher herz­haf­te Be­lag mein Fimo Piz­zai­mi­tat zie­ren soll­te. Um eine per­fek­te Wahl zu tref­fen, sah ich mir zu­nächst ein we­nig die ita­lie­ni­sche Ge­schich­te an. Da­bei stell­te ich fest, dass im Jah­re 1861 aus heu­ti­ger Sicht ein gro­ßer Feh­ler be­gan­gen wur­de. In die­sem Jahr ver­ein­te man Süd­ita­li­en mit dem Nor­den und rief das Kö­nig­reich Ita­li­en aus. Mon­ar­chen der ge­sam­ten Halb­in­sel wa­ren von da an Kö­nig Um­ber­to I. und sei­ne lieb­rei­zen­de Ehe­frau Mar­ga­re­the, die zu­gleich die Cou­si­ne des Fürs­ten war.

Ita­ly uni­fied in 1861, and King Um­ber­to I and Queen Mar­ghe­ri­ta vi­si­ted Na­p­les in 1889.

Tu­rim, Gayle: A Sli­ce of Histo­ry: Piz­za Through the Ages. history.com (03/2017).

Um sich ih­ren süd­ita­lie­ni­schen Un­ter­ta­nen gnä­dig zu er­wei­sen, reis­te das Kö­nigs­paar im Jah­re 1889 ge­mein­sam nach Nea­pel.

Bild von Miniaturpizzas in selbst gebastelten Pizzaschachteln. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin Die Hau­te Cui­sine mit ih­ren Wach­tel­eiern und Frosch­schen­keln lang­weil­te ihre Ma­jes­tä­ten zu Tode, wes­halb vor al­lem Mar­ga­re­the wis­sen woll­te, was denn der nea­po­li­ta­ni­sche Pö­bel für ge­wöhn­lich zu Abend isst. Kurz dar­auf brach­te man dem Kö­nigs­paar eine Aus­wahl an Piz­zas. Es fiel auf, dass die Kö­ni­gin vor al­lem die Piz­za prä­fe­rier­te, die nur mit Moz­za­rel­la und Ba­si­li­kum be­legt war. Da­mit war die Piz­za Mar­ghe­ri­ta ge­bo­ren. Dass die­ser Be­lag die Far­ben der da­mals noch neu­en ita­lie­ni­schen Flag­ge hat­te, war da­bei si­cher­lich nur ein Zu­fall.

Collage of Polymer Clay Pizza Pepperoni italien Style. Created by Veronika Vetter (DAoCFrEak) German Fine Artist

Ein simp­les Mar­ghe­ri­ta Piz­zai­mi­tat war mir je­doch wie­der nicht an­spruchs­voll ge­nug, schließ­lich woll­te ich mit min­des­tens ei­ner Cane ar­bei­ten. Au­ßer­dem soll­te mei­ne Fimo Piz­za so vie­le Men­schen wie mög­lich an­spre­chen und ein ech­ter Food­porn sein. Ich ver­such­te dem­zu­fol­ge her­aus­zu­fin­den, was welt­weit der be­lieb­tes­te Piz­za­be­lag ist. Da­bei ge­wann ich die Er­kennt­nis, dass in Nord­ame­ri­ka so gut wie je­der Piz­za Pep­pe­ro­ni be­stellt. Pep­pe­ro­ni steht im Eng­li­schen al­ler­dings nicht für Pe­pe­ro­ni, son­dern für Sa­la­mi.

What we found is that af­ter plain chee­se, pep­pe­ro­ni is the un­wa­vering fa­vo­ri­te of Ame­ri­cans, re­gard­less of sta­te. And sau­sa­ge came in se­cond.

Nu­del­man, Mike: This Map Shows The Most Po­pu­lar Piz­za Top­ping In Every Sta­te. businessinsider.com (03/2017).

Dass die Sa­la­mi­piz­za bei den Deut­schen eben­falls die Pole­po­si­ti­on in­ne­hat, ist ein of­fe­nes Ge­heim­nis. Da­mit hat­te ich den per­fek­ten Piz­za­be­lag für mein Mi­ni­food ge­fun­den.

Restaurant / Pizzeria La Maria Berlin Alt-Lichtenrade 45. Polymer Clay Pizza for Dollhouse. Modelliert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Ita­lie­ni­sche Piz­zaio­li sind für mich wah­re Künst­ler. Denn wäh­rend­des­sen Kö­che von asia­ti­schen Lie­fer­diens­ten ihre Piz­zas oft­mals mit Ana­log­kä­se oder nie­der­län­di­schem Eda­mer ver­ge­wal­ti­gen, grei­fen aus­ge­bil­de­te Piz­za­bä­cker aus­schließ­lich zu Büf­fel­moz­za­rel­la.

  • Je­doch nicht nur in der Kü­che, son­dern auch un­ter Mo­del­lier­künst­lern wird ge­trickst. Zu mei­nem gro­ßen Är­ger­nis stel­le ich im­mer häu­fi­ger fest, dass mei­ne Kol­le­gen nur noch die Ba­sis des Mo­tivs aus ein­far­bi­ger Mo­del­lier­mas­se her­stel­len und an­schlie­ßend sämt­li­che De­tails mit Acryl­far­ben be­ma­len.

Das Mo­tiv wird dann trotz­dem als Mo­del­lier­kunst ver­kauft, ob­wohl es sich streng ge­nom­men um Ma­le­rei han­delt. So et­was ist un­ter mei­ner Wür­de, wes­halb ich auch ei­nen gan­zen Tag in­ves­tie­ren muss­te, um den Büf­fel­moz­za­rel­la auf mei­nem Piz­zai­mi­tat kor­rekt aus Fimo nach­zu­bil­den.

[...] then the lovely moz­za­rel­la - buf­fa­lo moz­za­rel­la is the best [...].

Ci­ta­lia: Learn How to Make the Best Ho­me­ma­de Piz­za with Gen­na­ro Con­tal­do. youtube.com (03/2017).

Picture of Dollhouse Pizza pieces in a box for doll collectorsNe­ben dem Käse spielt vor al­lem das Mehl eine gro­ße Rol­le. Wäh­rend­des­sen be­sag­te Piz­za Lie­fer­diens­te das preis­wer­te Wei­zen­mehl (405) aus dem Dis­coun­ter ver­wen­den, kommt für ei­nen Piz­zaio­lo nur ein ech­tes ita­lie­ni­sches Piz­za­mehl (00) in­fra­ge. Hin­ge­gen Men­schen, die Low Carb Ei­weiß Mehl neh­men, da sie ge­hört ha­ben, dass die Kin­der Ita­li­ens die dicks­ten der Eu­ro­päi­schen Uni­on sind, soll­ten zur Stra­fe 50 Sit-ups ma­chen. Eine ech­te ita­lie­ni­sche Piz­za hat in der Re­gel nur knapp 600 kcal und 14 Gramm Fett. Das Über­ge­wicht der Kinder- und Ju­gend­li­chen aus dem Mit­tel­meer­raum kommt vor al­lem durch Schlaf­man­gel, Soft­drinks, Sü­ßig­kei­ten und der ho­hen Kri­mi­na­li­tät zu­stan­de.

Man­che Mut­ter lässt ih­ren Nach­wuchs zu­dem we­gen der Kri­mi­na­li­tät oder we­gen des chao­ti­schen Ver­kehrs nicht zum Spie­len auf die Stra­ße.

An­ony­mous: Die dicks­ten Kin­der Eu­ro­pas kom­men aus dem Sü­den. focus.de (03/2017).

Bei die­sen ge­rin­gen Fett­wer­ten konn­te mein Mi­ni­food ge­trost noch ei­nen wei­te­ren Be­lag ver­tra­gen. Ich ent­schied mich des­halb für schwar­ze Fimo Oli­ven. Au­ßer­dem gar­nier­te ich das Gan­ze ab­schlie­ßend noch mit Ba­si­li­kum.

Bild von Fimo Pizza - Polymer Clay Pizza (PREMO). Created by Veronika Vetter German Fine Artist

Mei­ne Fimo Piz­za hat ei­nen Durch­mes­ser von sechs Zen­ti­me­tern und selbst­ver­ständ­lich eine klas­si­sche Stein­ofen­op­tik. Ge­fal­len Ih­nen mei­ne Kunst­wer­ke? Dann er­fah­ren Sie in der fol­gen­den An­lei­tung, wie Sie selbst Ihr ei­ge­nes Piz­zai­mi­tat her­stel­len kön­nen.

Fimo Pizza modellieren - so geht’s

Bild von Pizzateig aus FIMOZum An­fer­ti­gen ei­ner tra­di­tio­nel­len Sa­la­mi­piz­za ver­wen­de­te ich die Fi­mo­far­ben Weiß (0), Gelb (1), Rot (2), Oran­ge (4), Grün (5), Schwarz (9), Scho­ko­braun (77), Cham­pa­gner (02) und Trans­pa­rent Weiß (014). Au­ßer­dem ka­men di­ver­se Pas­tell­krei­den und Fimo Li­quid zum Ein­satz. Als Mo­del­lier­werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem Ihre Pasta­ma­schi­ne, ein Mes­ser, ver­schie­de­ne Dot­ting­tools, eine Zahn­bürs­te, ei­nen Fä­cher­pin­sel und ein Schäl­chen mit Was­ser zu­recht­le­gen.

Zu­al­ler­erst stell­te ich den Piz­za­teig her. Dazu ver­misch­te ich die Far­be Cham­pa­gner mit der Far­be Weiß im Ver­hält­nis 1:1. Di­rekt im An­schluss roll­te ich den beige­far­be­nen Teig auf eine Di­cke von 2,5 Mil­li­me­tern aus.

Collage mit Anleitungsschritten: Preparing the Polymer Clay Pizza dough. Created by Veronika Vetter Fine Artist

Als Nächs­tes schnitt ich aus dem Teig ei­nen Kreis, der ei­nen Durch­mes­ser von sechs Zen­ti­me­tern hat­te.

  • Dar­auf­hin schlug ich den Rand ein. Hin­weis: Stein­ofen­piz­zas wer­den nicht in ei­ner Form ge­ba­cken, des­halb ge­stal­te­te ich mei­nen Tei­g­rand mit Ab­sicht un­sym­me­trisch.
  • Da­mit der Teig so aus­sah, als wäre er von Hand ge­kne­tet wor­den, drück­te ich an­schlie­ßend Mul­den mit ei­nem run­den Dot­ting­tool ein.

Bild vom Bemalen des Fimo Pizzateigs mit PastellkreideAu­ßer­dem struk­tu­rier­te ich das Gan­ze noch mit den Bors­ten ei­ner Zahn­bürs­te. Da­durch ent­stand ein an­spre­chen­der Knus­per­ef­fekt. Im nächs­ten Schritt nahm ich ein Set Pas­tell­krei­den zur Hand. Von den Far­ben Zi­tro­nen­gelb, Zimt­braun, Ocker und Stroh­gelb schab­te ich mir je­weils ein Häuf­chen ab und ak­zen­tu­ier­te mit die­sen Krei­den den kom­plet­ten Piz­za­teig.

Bild von portioniertem Pizzateig auf einem Holzbrett. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Nach dem Be­ma­len muss­te der Teig zwi­schen­ge­ba­cken wer­den, um die Far­be und die Form zu fi­xie­ren. Ich leg­te das Fimo dazu vor­sich­tig auf eine Glas­plat­te. Tipp: Hier­für eig­net sich das Vor­der­glas ei­nes Bil­der­rah­mens be­son­ders gut. Den prä­pa­rier­ten Teig­ling gab ich dann für 10 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen. Wäh­rend der Piz­za­teig aus­här­te­te, küm­mer­te ich mich um die fruch­ti­ge To­ma­ten­so­ße.

Passata di pomodoro - Pizza Tomatensoße

Zum Her­stel­len der ro­ten To­ma­ten­so­ße kne­te­te ich Fimo Rot in ei­nem Ge­fäß und gab da­bei et­was Was­ser hin­zu. Ich ver­meng­te al­les so lan­ge mit­ein­an­der, bis die Mas­se so zäh wie Kau­gum­mi war.

Collage with instructions: Coating tomato sauce on Polymer Clay Pizza. Created by Veronika Vetter German Fine Artist

Im An­schluss spach­tel­te ich die To­ma­ten­pas­te groß­zü­gig auf den har­ten Piz­za­bo­den.

  • Da­mit die Stein­ofen­piz­za noch rus­ti­ka­ler aus­sah, fer­tig­te ich mir nach dem glei­chen Prin­zip aus Fimo Scho­ko­braun und aus Fimo Oran­ge je­weils eine Pas­te an.
  • Die­se bei­den Far­ben trug ich je­doch nur sehr spar­sam auf, um klei­ne High­lights in der To­ma­ten­so­ße zu set­zen.

Bild von Steinofenpizza Marinara (rossa) auf einem HolzbrettUm der To­ma­ten­so­ße noch ei­nen be­son­de­ren Glanz zu ver­lei­hen, ver­misch­te ich rote, brau­ne und gel­be Pas­tell­krei­de im Ver­hält­nis 3:1:1. Zu der Krei­de gab ich dann noch et­was Fimo Li­quid hin­zu und rühr­te das Ge­misch zu ei­ner wein­ro­ten Gla­sur an. Die­se Flüs­sig­keit trug ich ab­schlie­ßend punk­tu­ell auf die To­ma­ten­pas­te auf. Dar­auf­hin gab ich mei­ne Piz­za alla Ma­ri­n­a­ra er­neut für 10 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Käse aus Fimo Modelliermasse darstellen

Wie be­reits in der Ein­lei­tung er­wähnt, hat mich die Ent­wick­lung des Piz­za­kä­ses viel Ex­pe­ri­men­tier­zeit ge­kos­tet. Ich bin des­halb be­son­ders stolz dar­auf, mein Fimo Kä­se­re­zept hier prä­sen­tie­ren zu kön­nen.

Zum An­fer­ti­gen des Büf­fel­moz­za­rel­las auf mei­nem Piz­zai­mi­tat misch­te ich 48 Tei­le Fimo Weiß, mit sechs Tei­len Fimo Trans­pa­rent Weiß so­wie mit drei Tei­len Fimo Cham­pa­gner und ei­nem Teil Fimo Gelb. Zu dem Ge­misch gab ich eine Flüs­sig­keit hin­zu, die aus drei Tei­len Fimo Li­quid und ei­nem Teil Was­ser be­stand. Im An­schluss rühr­te ich den Brei so lan­ge, bis er die Kon­sis­tenz ei­ner Nuss-Nougat-Creme auf­wies.

Picture of Polymer Clay Cheese. Buffalo mozzarella for a Pizza. Crafted by Veronika Vetter (DAoCFrEak) German Fine ArtistIm nächs­ten Schritt trug ich mei­ne zäh­flüs­si­ge Kä­se­pas­te auf die To­ma­ten­so­ße auf. Hin­weis: Ich be­deck­te den Piz­za­bo­den nicht kom­plett, denn zum Rand hin soll­te der To­ma­ten­be­lag wei­ter zu se­hen sein. Um auf dem Käse leich­te Röst­stel­len an­zu­deu­ten, be­mal­te ich Tei­le des Be­lags nun mit stroh­gel­ber, zi­tro­nen­gel­ber und ocker­far­be­ner Pas­tell­krei­de. Auf dem ge­schmol­ze­nen Käse be­fin­den sich zu­dem Ma­jo­ran und Ore­ga­no. Die­se Ge­würz­brö­sel stell­te ich mit hell­brau­ner und grün­gol­de­ner Pas­tell­krei­de dar.

Nach die­sen Ar­beits­schrit­ten sah mein Mo­tiv wie eine Piz­za Mar­ghe­ri­ta aus. Es war also Zeit die herz­haf­te Schwei­ne­sa­la­mi an­zu­fer­ti­gen.

Fimo Wurst Cane - Salame Napoletano

Bild von drei Fimofarben zum Modellieren einer Salami CaneAuch für die Sa­la­mi Cane muss­te ich zu­nächst wie­der Fi­mo­far­ben mi­schen. Zu­al­ler­erst ver­misch­te ich Fimo Rot mit Fimo Scho­ko­braun im Ver­hält­nis 5:1. Gleich da­nach stell­te ich ein Ge­misch aus fünf Tei­len Fimo Cham­pa­gner und ei­nem Teil Fimo Scho­ko­braun her. Zu die­sen bei­den Farb­mi­schun­gen nahm ich au­ßer­dem noch rei­nes Fimo Trans­pa­rent Weiß zur Hil­fe, um die pi­kan­te Mar­mo­rie­rung dar­zu­stel­len.

Als Ers­tes roll­te ich alle drei Fi­mo­far­ben zu dün­nen Würs­ten. Hin­weis: Die wei­ße Wurst war da­bei et­was schma­ler als die an­de­ren.

Collage mit Anleitungsschritten zum Modellieren einer Salami Cane. Hergestellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Im nächs­ten Schritt schnitt ich die Würs­te in gleich­gro­ße Stü­cke. Di­rekt im An­schluss kleb­te ich die Ein­zel­tei­le wie Form­fleisch wild durch­ein­an­der an den Sei­ten wie­der zu­sam­men. Tipp: Mei­ne Sa­la­mi ist ma­ger, des­halb bau­te ich nur we­nig wei­ße Würs­te ein.

  • Als mir das Mus­ter ge­fiel, re­du­zier­te ich die Cane.
  • Gleich dar­auf schnitt ich die ge­streif­te Stan­ge in vier gleich­gro­ße Stü­cke und kleb­te die­se er­neut an­ein­an­der.

Bild von Fimo Salami Cane vor dem ReduzierenDa­durch ent­stand eine fri­sche Cane, die ich dar­auf­hin er­neut re­du­zier­te. Ich ver­klei­ner­te die Sa­la­mi­s­tan­ge da­bei so, dass die Schei­ben dar­aus per­fekt auf mei­ne Piz­za pass­ten. Be­vor ich die ein­zel­nen Fimo Sa­la­mi­schei­ben je­doch auf den Käse leg­te, be­han­del­te ich die­se erst sanft mit ei­ner Zahn­bürs­te. Na­tür­lich ist die Wurst auf mei­nem Piz­zai­mi­tat gut ge­rös­tet. Aus die­sem Grund färb­te ich die Sa­la­mi­schei­ben­rän­der zu­dem noch leicht mit brau­ner Pas­tell­krei­de ein.

Collage with manual steps: Polymer Clay Pepperoni for Pizza. Crafted by Veronika Vetter (DAoCFrEak) German Fine Artist

Nun ver­teil­te ich mei­ne Sa­la­mi­schei­ben auf mei­ner Piz­za. Tipp: Die Rän­der ver­ein­zel­ter Wurst­schei­ben bog ich ab­schlie­ßend noch leicht nach oben.

Mediterranes Pizzaimitat durch schwarze Oliven und Basilikum

Bild von Fimo Cane für schwarze Oliven für eine PizzaUm wei­te­re Farb­kon­tras­te auf mein Mi­ni­food zu brin­gen, stell­te ich noch eine Fimo Oli­ven Cane und et­was Ba­si­li­kum her. Für die Cane misch­te ich Fimo Schwarz mit Fimo Weiß im Ver­hält­nis 2:1. Zu dem grau­en Ge­misch roll­te ich noch rei­nes schwar­zes Fimo auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus. Im An­schluss nahm ich das Grau und form­te dar­aus eine Wurst, die ei­nen Durch­mes­ser von 0,5 Zen­ti­me­tern hat­te. Die­se di­cke Rau­pe roll­te ich gleich da­nach mit dem aus­ge­roll­ten Schwarz ein.

Bild vom Auflegen der schwarzen Oliven auf das Fimo Pizzaimitat. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinAls Nächs­tes re­du­zier­te ich die Cane sehr dünn. Aus der Stan­ge schnitt ich mir an­schlie­ßend vie­le klei­ne Schei­ben ab, die ich in der Mit­te mit ei­nem Loch ver­sah. Da­mit wa­ren die schwar­zen Oli­ven be­reits fer­tig­ge­stellt. Zum Mo­del­lie­ren des fri­schen Ba­si­li­kums misch­te ich Fimo Trans­pa­rent Weiß mit Fimo Grün im Ver­hält­nis 5:1. Aus dem Ge­misch form­te ich mir klei­ne Blät­ter und leg­te die­se zu­sam­men mit den Oli­ven auf mei­ne Sa­la­mi­piz­za. Ganz zum Schluss gab ich mei­ne Fimo Piz­za für 30 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

Nach dem Aus­küh­len trug ich als Fi­nish noch Fimo Glanz­lack auf mei­nen ex­pli­zi­ten Food­porn auf.

Welchen Pizzabelag bevorzugen Sie?

Picture of italian Polymer Clay Pizza (Dollhouse) with Coca Cola. Crafted by Veronika Vetter German Fine ArtistIm Jah­re 2011 aß ich ein­mal Zer­ve­lat­wurst. Die­ses Pro­dukt wird ger­ne von Bau­ar­bei­tern in Ver­bin­dung mit zehn In­dus­trie­sem­meln und ei­ner Fla­sche Korn­brand ge­kauft. Von die­ser Wurst­sor­te wur­de mir da­mals so schlecht, dass ich seit­dem das Fleisch­essen auf­ge­ge­ben habe. Doch bis da­hin lieb­te ich schar­fe Sa­la­mi­piz­za so sehr, wie man ei­gent­lich nur sein ei­ge­nes Kind lie­ben kann. Ein Jahr spä­ter war ich wäh­rend ei­ner Stu­di­en­rei­se in Bo­lo­gna und aß mit Kom­mi­li­to­nen in ei­nem Re­stau­rant, das Ranzani13 hieß zu Abend. Dort be­stell­te ich Piz­za mit Sar­del­len, Ka­pern und schwar­zen Oli­ven. Das schmeck­te himm­lisch! Seit die­ser Rei­se kam bei mir nichts mehr an­de­res auf den Moz­za­rel­la.

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Holzoptik aus Fimo modellieren - Anleitung für Löffel

Wuss­ten Sie, dass der Löf­fel das äl­tes­te Ess­be­steck der Mensch­heit ist? Zwar be­gan­nen un­se­re Vor­fah­ren be­reits im Pa­läo­li­thi­kum da­mit aus Stei­nen schar­fe Mes­ser zu schlei­fen, die­se wur­den al­ler­dings nur für die Jagd ver­wen­det. Wenn die Feu­er­steins also ein­mal nicht mit den Hän­den es­sen konn­ten, da Wil­ma ei­nen hei­ßen Ein­topf aus Lar­ven und Wur­zeln ge­kocht hat­te, dann deck­te die klei­ne Peb­bles gro­ße Mu­schel­scha­len ein. Die Idee der ova­len Laf­fe an ei­nem Löf­fel ba­siert näm­lich auf dem Au­ßen­ske­lett von Scha­len­weich­tie­ren.

The shores of the­se wa­ters pro­vi­ded shells which ser­ved as na­tu­ral spoons with which to eat cer­tain ty­pes of food.

Sul­li­van, K.: Brief Histo­ry Of The Spoon. silvercollect.org (12/2016).

Bild von Holzlöffel aus Fimo mit einem Apfel. Modelliert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinOb­wohl man im al­ten Ägyp­ten schon lan­ge mit Löf­feln aus Holz di­nier­te und so­gar be­reits Me­tall­löf­fel be­saß, hielt man spä­ter im Rö­mi­schen Reich die Ver­bin­dung zur Alt­stein­zeit wei­ter auf­recht. Zu­min­dest sprach­lich, denn das la­tei­ni­sche Wort für Löf­fel (lat. co­ch­le­ar) lei­tet sich aus Schne­cke (lat. co­ch­lea) ab. Im All­tag des an­ti­ken Roms wa­ren je­doch längst Silber- und Bron­ze­l­öf­fel en vogue, wo­bei dies selbst­ver­ständ­lich nur für die Ober­schicht galt.

Alle an­de­ren muss­ten ih­ren Kräu­ter­quark zwar auch nicht mehr mit dem Pan­zer von Weich­tie­ren löf­feln, sich al­ler­dings wei­ter mit den alt­her­ge­brach­ten, güns­ti­gen und un­hy­gie­ni­schen Holz­löf­feln be­gnü­gen.

It is be­lie­ved that prehis­to­ric peop­les used shells or chips of wood as spoons. In fact, both the Greek and La­tin words for spoon are de­ri­ved from co­ch­lea, which me­ans a spiral-shaped snail shell, [...].

Stott, Char­lie: What ma­te­ri­als have been used for spoons? scottishsilver.com (12/2016).

Picture of Polymer Clay Faux Wood Spoons by Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Artist

Erst Ende des eu­ro­päi­schen Spät­mit­tel­al­ters wur­den Löf­fel aus Holz nach und nach von Me­tall­löf­feln ver­drängt. Zu je­ner Zeit war es Usus, dass je­der sein ei­ge­nes Ess­be­steck in ei­nem Beu­tel an sei­ner Klei­dung mit­führ­te.

Bild von Fimo McDonald’s Fast Food mit Löffel aus Holz. Modelliert von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinAuf­grund der ho­hen Nach­fra­ge ent­stand im 15. Jahr­hun­dert der Be­ruf des Löf­fel­ma­chers. Die­ser stell­te für sei­ne Kun­den in­di­vi­du­el­le Löf­fel aus Fich­ten­holz, Rinds­horn, Mes­sing oder Zinn her. Der Stiel war sei­ner­zeit je­doch noch we­sent­lich kür­zer als heu­te und die Laf­fe viel brei­ter, so­dass man schon ei­nen gro­ßen Mund brauch­te, um mit solch ei­nem Löf­fel sei­nen Ge­trei­de­brei ge­nie­ßen zu kön­nen. Hin­ge­gen die schma­le Form un­se­rer mo­der­nen Edel­stahl­löf­fel ent­stand erst in der zwei­ten Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts. Durch die zu­neh­men­de In­dus­tria­li­sie­rung wur­den ver­zinn­te Löf­fel sei­ner­zeit zur Mas­sen­wa­re und sind seit­dem für je­der­mann er­schwing­lich.

The de­sign of the spoon chan­ged throughout the Re­nais­sance and Ba­ro­que pe­ri­ods be­fo­re fi­nal­ly re­cei­ving its cur­rent most­ly stan­dard look around the 18th cen­tu­ry.

Jo­nes, Te­gan: The Histo­ry of Kni­ves, Forks and Spoons. gizmodo.com (12/2016).

Picture of Polymer Clay Sushi (Nigiri Ebi) with Faux Wood Spoon created by Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine ArtistDer Löf­fel­kult en­de­te Mit­te der 1990er Jah­re als noch je­dem Mar­me­la­den­glas und je­der Zu­cker­do­se ein ei­ge­ner Tee­löf­fel zu­ge­teilt war. Und wehe dem, der mit dem Mes­ser in den Ho­nig tauch­te. Aus­lö­ser war viel­leicht die Ent­täu­schung über die Le­bens­mit­tel, die vor­zugs­wei­se mit ei­nem Löf­fel kon­su­miert wer­den. Denn plötz­lich stell­te sich her­aus, dass der Nut­zen der teu­er an­ge­prie­se­nen pro­bio­ti­schen Jo­ghurts­or­ten gleich null war und Kel­loggs Corn­flakes Ka­ri­es und Dia­be­tes för­dern.

[...] Corn is the main in­gre­dient in corn flakes, but the other in­gre­dients are su­gar, malt fla­vou­ring and corn sy­rup with a high fruc­to­se le­vel. [...] The­re­fo­re, the con­sump­ti­on of corn flakes can ac­tual­ly in­crea­se the blood glu­co­se le­vel and pose a grea­ter risk of ag­gra­vating dia­be­tes.

Das, Asha: Is Corn Flakes Good For Dia­be­tics? boldsky.com (12/2016).

Bild von Sushi aus Fimo (Nigiri/Maki) auf Löffeln aus Holzimitat. Modelliert von Künstlerin Veronika Vetter (DAoCFrEak)

Seit­dem be­han­delt der Mensch den Löf­fel wie die Stief­mut­ter das Aschen­brö­del. Kö­che wür­zen aus der Hand, mit Süß­stoff und Aro­men ver­setz­te Jo­ghurt­drinks wer­den di­rekt aus der Ver­pa­ckung ge­trun­ken und selbst Cof­fee­shops ge­ben zum Um­rüh­ren ih­rer kof­fe­in­hal­ti­gen Heiß­ge­trän­ke kei­ne Löf­fel, son­dern Holz­stäb­chen mit auf den Weg. Die Ost­asia­ten wuss­ten auch schon im­mer, dass der Löf­fel nur Un­glück bringt, und es­sen des­halb selbst Reis und Sup­pen lie­ber mit Stäb­chen.

To­day I’m go­ing to show you how to eat the Ra­men.

The Dal­las Morning News: Slur­ping 101: tips on how to eat a bowl of ra­men. youtube.com (12/2016).

  • Al­len Un­ken­ru­fen zum Trotz hat der Löf­fel für mich im­mer noch ei­nen sehr ho­hen Stel­len­wert. Zu­min­dest aus künst­le­ri­scher Per­spek­ti­ve do­mi­niert die­ses Ess­be­steck sei­ne Stief­schwes­ter die Ga­bel in al­len Dis­zi­pli­nen.

Denn wor­auf sonst las­sen sich Su­shi, Ter­ri­nen, Mi­ni­quiche und Pra­li­nen stil­vol­ler an­rich­ten als auf ei­nem Löf­fel? Auch beim Ma­te­ri­al gibt es für mich kei­ne zwei Mei­nun­gen. Sil­ber, Edel­stahl und Por­zel­lan sind doch stink­lang­wei­lig! Nichts setzt et­was mehr in Sze­ne, als auf­re­gend ge­ma­ser­tes und le­ben­di­ges Holz. Zu­dem gibt es kei­nen an­de­ren Roh­stoff, der das in­ni­ge Ver­hält­nis zwi­schen Löf­fel und Mensch bes­ser re­prä­sen­tiert.

Bild von Fimo Sushi mit asiatischen Holzlöffeln für die Ladenausstattung. Szenerie erstellt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Falls Sie also et­was su­chen, um ap­pe­tit­li­che Aus­stel­lungs­stü­cke ge­schmack­voll vor­zu­füh­ren, zei­ge ich Ih­nen, wie Sie Fimo Löf­fel mit ei­ner Holz Cane be­le­gen. Beim Ent­wer­fen des Holz­imi­tats habe ich mich da­bei eng an Aka­zi­en­holz ori­en­tiert.

Fimo Holzoptik erzeugen - so geht’s

Bild von fünf Fimofarben, die nötig sind, um ein Holzimitat zu modellierenZum Mo­del­lie­ren der ge­ma­ser­ten Holz Cane ver­wen­de­te ich die Fi­mo­far­ben Weiß (0), Gelb (1), Schwarz (9), Scho­ko­braun (77) und Me­tal­lic Gold (11). Für das Löf­fel­grund­ge­rüst nahm ich Fi­mo­res­te zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem Ihre Pasta­ma­schi­ne, ein schar­fes Mes­ser und ei­nen Acryl­rol­ler oder ein Nu­del­holz zu­recht­le­gen.

Be­vor ich mit dem Le­gen der Cane be­gin­nen konn­te, muss­te ich mir zu­nächst drei ei­ge­ne Farb­tö­ne mi­schen. Da­für ver­meng­te ich fol­gen­de Fi­mo­far­ben:

  1. Scho­ko­braun und Schwarz im Ver­hält­nis 2:1.
  2. Me­tal­lic Gold und Weiß im Ver­hält­nis 3:1.
  3. Scho­ko­braun und Gelb im Ver­hält­nis 1:1.

Bild von fünf ausgerollten Fimostücken zum Modellieren einer HolzoptikZum An­fer­ti­gen der Holz­op­tik fuhr ich dar­auf­hin mit den un­ge­misch­ten Far­ben Scho­ko­braun und Me­tal­lic Gold fort. Au­ßer­dem hat­te ich die drei ge­misch­ten Farb­tö­ne Schwarz­braun, Beige und Ka­ra­mell vor mir lie­gen. Im nächs­ten Schritt roll­te ich alle fünf Far­ben auf eine Di­cke von drei Mil­li­me­tern aus. Di­rekt im An­schluss schnitt ich mir aus den Fi­mo­far­ben gleich­gro­ße, recht­ecki­ge Stü­cke zu­recht. Aus den fünf Stü­cken bau­te ich dar­auf­hin ei­nen Turm, der fol­gen­der­ma­ßen auf­ge­baut war:

  1. Schwarz­braun
  2. Me­tal­lic Gold
  3. Beige
  4. Scho­ko­braun
  5. Ka­ra­mell

Im nächs­ten Schritt streck­te ich den ge­streif­ten Turm mit­hil­fe mei­nes Acryl­rol­lers, so­dass die­ser um 0,5 Zen­ti­me­ter in alle Rich­tun­gen wuchs. Da­nach hal­bier­te ich das Gan­ze und leg­te die zwei gleich­gro­ßen Stü­cke sym­me­trisch auf­ein­an­der. Um die bei­den Ebe­nen fest mit­ein­an­der zu ver­schwei­ßen, nahm ich nun wie­der mei­nen Acryl­rol­ler zur Hand und roll­te ei­ni­ge Male über die Mo­del­lier­mas­se­plat­ten. Als Nächs­tes hal­bier­te ich den Turm er­neut, so­dass ich zwei Stü­cke mit je­weils zehn Farb­strei­fen vor mir lie­gen hat­te.

Collage mit Anleitungsschritten zum Zusammenbauen der Holzcane aus Fimo. Angefertigt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Hin­weis: Ei­nes der bei­den Stü­cke leg­te ich bei­sei­te. Mit die­sem Ein­zel­teil er­zeug­te ich am Ende die gro­be Holz­ma­se­rung.

Holzimitat mit verschiedener Maserung

Das an­de­re Stück soll­te für eine fei­ne Ma­se­rung sor­gen. Des­halb ver­län­ger­te ich es wie­der um 0,5 Zen­ti­me­ter mit­hil­fe mei­nes Acryl­rol­lers. Au­ßer­dem hal­bier­te ich die aus­ge­roll­te Mo­del­lier­mas­se und leg­te er­neut bei­de Stü­cke sym­me­trisch auf­ein­an­der.

Collage von Anleitungsschritten: Holzcane aus Fimo anfertigen - erstellt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Nach den vor­an­ge­gan­ge­nen Ar­beits­schrit­ten hat­te ich zwei Stü­cke vor mir lie­gen. Ei­nes mit fei­ner und ei­nes mit gro­ber Ma­se­rung.

Holzauge verfeinert das Muster der Cane

Bild vom Drehen eines Holzauges aus ModelliermasseDa­mit das Holz­mus­ter so rea­lis­tisch wie mög­lich aus­sah, setz­te ich der Cane ein klei­nes Holz­au­ge ein. Dazu bau­te ich mir er­neut ei­nen Turm aus den fünf Mo­del­lier­mas­se­plat­ten. Die Farb­rei­hen­fol­ge war da­bei die­sel­be wie bei der Ma­se­rung. Nach­dem ich die Fimo Plat­ten auf­ge­sta­pelt hat­te, roll­te ich das Gan­ze auf eine Di­cke von zwei Mil­li­me­tern aus.

Bild vom Integrieren eines Holzauges in eine Cane aus FimoIm An­schluss dreh­te ich die Plat­te wurst­för­mig auf, wo­bei die schwarz­brau­ne Sei­te nach in­nen zeig­te. Au­ßer­dem re­du­zier­te ich die Wurst durch hin und her rol­len, bis mir die Grö­ße des Holz­au­ges ge­fiel. Im nächs­ten Schritt leg­te ich die Holz­au­gen Cane zwi­schen die bei­den Ma­se­rungs­plat­ten. Da­mit sich die drei Tei­le gut mit­ein­an­der ver­ban­den, streck­te ich den qua­dra­ti­schen Klotz um ei­ni­ge Zen­ti­me­ter mit­hil­fe mei­nes Acryl­rol­lers.

Holzlöffel aus Fimo modellieren

Bild vom Abschneiden dünner Holzscheiben aus einer Fimo CaneDie Holz Cane war da­mit fer­tig­ge­stellt. Um ei­nen Löf­fel mit ei­nem Holz­mus­ter ver­klei­den zu kön­nen, schnitt ich aus der lan­gen Sei­te des Stücks dün­ne Schei­ben mit ei­ner Di­cke von ei­nem Mil­li­me­ter ab. Die schma­len Holz­bal­ken leg­te ich dar­auf­hin eng ne­ben­ein­an­der. Das Gan­ze sah un­ge­fähr so aus, als wür­de ich Par­kett aus­le­gen. Um die Kan­ten zu ver­bin­den, fuhr ich au­ßer­dem ei­ni­ge Male mit mei­nem Acryl­rol­ler über die Holz­flä­che.

Bild vom Einwickeln eines Fimo Löffels mit einer Holz Cane

Zu gu­ter Letzt mo­del­lier­te ich mir ei­nen Löf­fel aus Fi­mo­res­ten. Um die Form zu fes­ti­gen, gab ich die­sen an­schlie­ßend für 20 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us in den Back­ofen. Als der Fimo Löf­fel ab­ge­kühlt war, wi­ckel­te ich ihn kom­plett mit den dün­nen Holz­schei­ben ein. Was über­stand schnitt ich ab. Zum Schluss glät­te­te ich die Über­gän­ge mit mei­nen Fin­gern. Hin­weis: Da­bei trug ich Hand­schu­he, um Fin­ger­ab­drü­cke zu ver­mei­den. Dar­auf­fol­gend gab ich den Holz­löf­fel für 30 Mi­nu­ten bei 110 Grad Cel­si­us er­neut in den Back­ofen. Au­ßer­dem ver­edel­te ich das Holz­imi­tat nach dem Ba­cken noch mit Glanz­lack.

Der Löffel feiert bald ein Comeback

Bild von Fimo Löffel mit Ferrero Raffaello und Caipirinha. Hergestellt von Künstlerin Veronika Vetter (DAoCFrEak)Ei­nes ist ge­wiss; der Löf­fel wird bald ein Come­back fei­ern. Dies ma­che ich nicht dar­an fest, dass wir uns durch die be­lieb­te Pa­leo Diät wie­der der Zeit an­nä­hern, in der Löf­fel so po­pu­lär wa­ren. Ganz im Ge­gen­teil, die­sem his­to­ri­schen Ess­be­steck ge­hört die Zu­kunft, da wir näm­lich bald nur noch Ku­geln es­sen wer­den. Wer sich ein­mal ei­nen Be­richt über die Mo­le­ku­lar­kü­che an­ge­se­hen hat, der weiß, dass Cheese­bur­ger, Rump­steak oder Spa­ghet­ti aus­schließ­lich als grell­far­be­ne Bäl­le auf ei­nem Löf­fel ser­viert wer­den. So­mit wird sich das Blatt wen­den und wer im Jah­re 2150 nach ei­ner Ga­bel fragt, den könn­te der Kell­ner wo­mög­lich als Stein­zeit­mensch be­zeich­nen.

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